Die Ukraine, der zweitgrößte europäische Staat, ist auf unserer literarischen Landkarte nicht einmal in Umrissen vorhanden. Juri Andruchowytsch, der international renommierteste ukrainische Autor, nimmt die begrenzten Kenntnisse seines Publikums in Westeuropa und in den USA ernst und bringt ihm in einer Reihe brillanter Essays diese unbekannte Region nahe. Jeder, der einmal die westliche Staatsgrenze der Ukraine überquert hat, erfährt, daß hier auch zehn Jahre nach der Unabhängigkeit noch immer eine Trennlinie verläuft: »zwischen Europa und etwas anderem«. Erfrischend im Ton, farbig im Detail…mehr
Die Ukraine, der zweitgrößte europäische Staat, ist auf unserer literarischen Landkarte nicht einmal in Umrissen vorhanden. Juri Andruchowytsch, der international renommierteste ukrainische Autor, nimmt die begrenzten Kenntnisse seines Publikums in Westeuropa und in den USA ernst und bringt ihm in einer Reihe brillanter Essays diese unbekannte Region nahe. Jeder, der einmal die westliche Staatsgrenze der Ukraine überquert hat, erfährt, daß hier auch zehn Jahre nach der Unabhängigkeit noch immer eine Trennlinie verläuft: »zwischen Europa und etwas anderem«. Erfrischend im Ton, farbig im Detail und voller Ironie beschreibt er die postsowjetische Realität seines Landes: Lemberg und Kiew, Spuren des untergegangenen Galiziens und die Katastrophe von Tschernobyl, den Exodus der Bevölkerung Richtung Westen und die repressive Medienpolitik der Regierung, aber auch die sonderbare Existenz von Künstlern, Schriftstellern und Intellektuellen in einem Land, »aus dem man weggeht«.
Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, studierte Journalistik und begann als Lyriker. Außerdem veröffentlicht er Essays und Romane. Andruchowytsch ist einer der bekanntesten europäischen Autoren der Gegenwart, sein Werk erscheint in 20 Sprachen. 1985 war er Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada). Mit seinen drei Romanen Rekreacij (1992; dt. Karpatenkarneval, 2019), Moscoviada (1993, dt. Ausgabe 2006), Perverzija (1999, dt. Perversion, 2011), die unter anderem ins Englische, Spanische, Französische und Italienische übersetzt wurden, ist er unfreiwillig zum Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur geworden. Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, studierte Journalistik und begann als Lyriker. Außerdem veröffentlicht er Essays und Romane. Andruchowytsch ist einer der bekanntesten europäischen Autoren der Gegenwart, sein Werk erscheint in 20 Sprachen. 1985 war er Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada). Mit seinen drei Romanen Rekreacij (1992; dt. Karpatenkarneval, 2019), Moscoviada (1993, dt. Ausgabe 2006), Perverzija (1999, dt. Perversion, 2011), die unter anderem ins Englische, Spanische, Französische und Italienische übersetzt wurden, ist er unfreiwillig zum Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur geworden.
Inhaltsangabe
Desorientierung vor Ort Carpathologia Cosmophilica 0.2.00 Das Stadt-Schiff Erz-Herz-Perz Das Stanislauer Phänomen Zeit und Ort oder Mein letztes Territorium Desinformationsversuch Drei Sujets ohne Auflösung Shevchenko isok Tschernobyl, die Mafiaundich Kleine intime Stadtekunde Malbork und die Kreuzritter Treffpunkt Germaschka Das Imperium, der Tod? 2.2.00 Anmerkungen des Autors Nachwort Bibliographische Notiz
Desorientierung vor Ort Carpathologia Cosmophilica 0.2.00 Das Stadt-Schiff Erz-Herz-Perz Das Stanislauer Phänomen Zeit und Ort oder Mein letztes Territorium Desinformationsversuch Drei Sujets ohne Auflösung Shevchenko isok Tschernobyl, die Mafiaundich Kleine intime Stadtekunde Malbork und die Kreuzritter Treffpunkt Germaschka Das Imperium, der Tod? 2.2.00 Anmerkungen des Autors Nachwort Bibliographische Notiz
Desorientierung vor Ort Carpathologia Cosmophilica 0.2.00 Das Stadt-Schiff Erz-Herz-Perz Das Stanislauer Phänomen Zeit und Ort oder Mein letztes Territorium Desinformationsversuch Drei Sujets ohne Auflösung Shevchenko isok Tschernobyl, die Mafiaundich Kleine intime Stadtekunde Malbork und die Kreuzritter Treffpunkt Germaschka Das Imperium, der Tod? 2.2.00 Anmerkungen des Autors Nachwort Bibliographische Notiz
Desorientierung vor Ort Carpathologia Cosmophilica 0.2.00 Das Stadt-Schiff Erz-Herz-Perz Das Stanislauer Phänomen Zeit und Ort oder Mein letztes Territorium Desinformationsversuch Drei Sujets ohne Auflösung Shevchenko isok Tschernobyl, die Mafiaundich Kleine intime Stadtekunde Malbork und die Kreuzritter Treffpunkt Germaschka Das Imperium, der Tod? 2.2.00 Anmerkungen des Autors Nachwort Bibliographische Notiz
Rezensionen
Geradezu berauscht fällt das Lob Michael Jeismanns für diesen Essay-Band des ukrainischen Lyrikers und Romanautors Juri Andruchowytsch aus: Dessen Stil nämlich, befindet der Rezensent, müsste eigentlich unter die "Bestimmungen der bewußtseinserweiternden Drogen" gerechnet werden, so "halluzinogen genau" ist er. Die Methode des Juri Andruchowytsch sei "der Schwindelanfall, ein phantasmagorischer Stil", in dessen Medium Gegenwart und Vergangenheit verschmolzen werden bis zum "glühend heißen Moment einer wahren Anschauung". Dabei könne es, erklärt Jeismann weiter, zwar "durchaus bedächtig und rational zugehen", immer wieder aber würden Andruchowytsch "Durchbrüche" gelingen, also "eine schnelle Wendung hier, eine angetäuschte Richtung dort", und erst nach und nach begreife der Leser, dass hier die Situation des heutigen Europa verhandelt werde. Wenn der Autor etwa "voller Sarkasmus" bemerke dass er zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts kein Visum benötigt hätte, um sich mit Rilke zu treffen.