59,90 €
inkl. MwSt.
Versandkostenfrei*
Versandfertig in 6-10 Tagen
payback
0 °P sammeln
  • Broschiertes Buch

Der Autor untersucht Beiträge des Helmstedter Polyhistors Hermann Conring (1606-1681) zur Reichsvikariatsfrage. Am Reichsvikariat, einem Detail der Reichsverfassung, hatte sich rund zehn Jahre nach dem Westfälischen Frieden eine lebhafte politische und publizistische Kontroverse entzündet, die das Reich an den Rand neuerlicher militärischer Auseinandersetzungen führte. Sowohl der Pfälzer Kurfürst Karl Ludwig als auch der bayerische Kurfürst Ferdinand Maria nahmen nach dem Tod Kaiser Ferdinands III. für sich das Recht in Anspruch, bis zur Wahl eines neuen römischen Königs das Reichsoberhaupt zu…mehr

Produktbeschreibung
Der Autor untersucht Beiträge des Helmstedter Polyhistors Hermann Conring (1606-1681) zur Reichsvikariatsfrage. Am Reichsvikariat, einem Detail der Reichsverfassung, hatte sich rund zehn Jahre nach dem Westfälischen Frieden eine lebhafte politische und publizistische Kontroverse entzündet, die das Reich an den Rand neuerlicher militärischer Auseinandersetzungen führte. Sowohl der Pfälzer Kurfürst Karl Ludwig als auch der bayerische Kurfürst Ferdinand Maria nahmen nach dem Tod Kaiser Ferdinands III. für sich das Recht in Anspruch, bis zur Wahl eines neuen römischen Königs das Reichsoberhaupt zu vertreten.

Mit dieser Untersuchung wird eine weitere Facette in Conrings umfangreichem und komplexem Schaffen auf den Gebieten der Historie, des Rechts und der Politik erschlossen. In bislang vernachlässigten Arbeiten Conrings, abseits seiner Hauptwerke, werden seine Seh- und Arbeitsweise sowie leitende Prinzipien seines staatsrechtlich-politischen Denkens erkennbar. Mit der Sichtungund Auswertung seiner Korrespondenz mit Johann Christian von Boineburg (1622-1672) greift der Verfasser im Rahmen der Themenstellung zugleich ein besonderes Desiderat der Conring-Forschung auf.
Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
Rezensionen
"Ziel des Verf. war es, mit Blick auf 'einen zeitlich und sachlich eng gefaßten Werkausschnitt [...] eine weitere Facette in Conrings umfangreichem und komplexem Schaffen auf den Gebieten der Historie, des Rechts und der Politik zu erschließen' (S. 12). Die konsequente Einhaltung der so definierten, annehmbar eng gezogenen Grenzen des Stoffes und der Zielsetzung ist der Dichte der Untersuchung nur zugute gekommen. In umsichtiger und sorgfältiger Interpretation der Quellen, nachvollziehbar anhand der reichlich eingestreuten Zitate, in folgerichtiger Entwicklung der Gedanken und Überlegungen ist dem Verf. eine auch sprachlich gut gefaßte Darstellung gelungen, die formal wie inhaltlich als mustergültiges Beispiel einer wissenschaftlichen Erstlingsarbeit angesehen und gelobt werden kann." Christoph Gieschen, in: Niedersächsiches Jahrbuch für Landesgeschichte, 78/2006