In dieser Arbeit wird die gängige Auffassung, der Arbeiterinnenschutz sei eine politische Errungenschaft im Interesse der Frauen gewesen, in Frage gestellt. Mit diskurstheoretischen Methoden analysiert Sabine Schmitt die Genese des Arbeiterinnenschutzes als Konstruktionsprozeß, in dem "Schutzbedürftigkeit" als geschlechtsspezifisches Merkmal im öffentlichen Bewußtsein verankert und in Form von Gesetzen als geltende Norm institutionalisiert wurde. Basierend auf vielfältigem Quellenmaterial zeigt die Studie, wie die Durchführung des Arbeiterinnenschutzes die Segregierung der Arbeitsplätze und die Geschlechterhierarchie in den Industriebetrieben verstärkte und wie weiliche Arbeitskräfte mit Staatshilfe als "Sondergruppe" auf dem Arbeitsmarkt plaziert wurden. Damit bietet die vorliegende Untersuchung eine neue Perspektive auf die Geschichte der Frauenarbeit ebenso wie auf die geschlechtsspezifische Konstruktion des Wohlfahrsstaates.
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