Bildung ist ein Fuckup. Seit Jahrzehnten drehen wir uns im Kreis. Methoden, die einst revolutionär waren, sind zu Retro-Hits der Didaktik erstarrt. Curricula wirken wie Fossilien, Lehrpläne wie Verwaltungsprosa. Wir digitalisieren Arbeitsblätter, aber nicht das Denken dahinter. Und während KI unsere Wissensordnung, unsere Rollen und Lernkulturen erschüttert, verteidigen wir ein System, das längst kollabiert ist. Ulrich Wirth legt den Finger in diese offene Wunde. In 2×10 Thesen für das Überleben im KI-Zeitalter entwirft er ein Manifest gegen die Kryo-Pädagogik der 1980er und für eine Zukunft, die nicht länger verwaltet, sondern gewagt wird. Der erste Dekalog ist Diagnose: brutal ehrlich. Er zeigt, wie wir Konformität statt Kritik trainieren, Maschinen füttern statt Menschen bilden, Standards vergötzen und Beziehung verlieren. Der zweite Dekalog ist Entwurf: radikal, fragil, utopisch. Er denkt Bildung als Risiko, als Subkultur, als Experimentierfeld für Nähe, KI, Krise und Kreativität. Die Beispiele stammen aus Pflege- und Gesundheitsbildung, dort, wo das System besonders brennt. Doch die Fragen reichen weit darüber hinaus: Wie retten wir nicht Schulen, sondern Lernen? Was müssen wir loslassen? Und wer hat den Mut, den Sprung zu wagen? Dieses Buch ist kein Tipp. Es ist eine Zumutung, ein Werkzeug. Und ein Zukunftsentwurf. Für alle, die im Bildungs- und Gesundheitswesen Verantwortung tragen, ist es kein Ratgeber. Es ist ein Kaufbefehl.
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