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Ein Morgen, zwei Schüsse, ein Dorf, das schweigt - und eine Reporterin, die nur druckt, was sich belegen lässt.Demmin, Oktober 1893. Während die Jagdgesellschaft in Broock sattelt, fallen in Wietzow Schüsse. Ein Graf ist tot, die Gräfin verwundet, der Jäger gilt als Suizident - und die Gerüchte reiten schneller als jede Korrektur. Fräulein Ruge, Reporterin des Demminer Tageblatts, protokolliert, was standhält: Zeiten, Wege, Türen. Ein Perlmuttknopf, eine graue Naht, ein schmaler Glanzstreifen am Türrahmen - Kleinigkeiten gegen große Behauptungen. Aus Telegrammen, Leserbriefen und Amtswegen…mehr

Produktbeschreibung
Ein Morgen, zwei Schüsse, ein Dorf, das schweigt - und eine Reporterin, die nur druckt, was sich belegen lässt.Demmin, Oktober 1893. Während die Jagdgesellschaft in Broock sattelt, fallen in Wietzow Schüsse. Ein Graf ist tot, die Gräfin verwundet, der Jäger gilt als Suizident - und die Gerüchte reiten schneller als jede Korrektur. Fräulein Ruge, Reporterin des Demminer Tageblatts, protokolliert, was standhält: Zeiten, Wege, Türen. Ein Perlmuttknopf, eine graue Naht, ein schmaler Glanzstreifen am Türrahmen - Kleinigkeiten gegen große Behauptungen. Aus Telegrammen, Leserbriefen und Amtswegen entsteht eine Chronik der Ungewissheiten, die ihre Leerstellen nicht kaschiert: Greifswald kündigt einen Bericht an, der nicht kommt; die Küche schweigt und sagt doch alles; Broock bläst Nuancen zu Nachrichten auf.Dieser historische Roman verzichtet auf den bequemen Schluss - und zeigt, wie viel Mut es kostet, zu drucken: "Wir wissen nicht alles." Ein Buch über Wahrheit als Arbeit - und über die Menschen, die sie tragen.
Autorenporträt
Ohne mich zu fragen, ob ich überhaupt am Leben teilnehmen will, wurde ich im Februar 1969 im beschaulichen Mecklenburg-Vorpommern geboren. Als jüngstes von zehn Geschwistern war ich vermutlich nicht geplant. Und so richtig außergewöhnlich ist die Geburt eines Kindes ja auch nicht mehr, wenn es schon neun vorher gab. Jedenfalls fühlte ich mich früh nicht zugehörig. Um ehrlich zu sein, ich denke - und vielleicht hoffe ich es sogar ein wenig, dass ich als Baby vertauscht wurde. Ich war so komplett anders als meine Geschwister, dass entweder der Genpool neu gemischt worden war oder aber... Die Optik sagt allerdings, dass zumindest meine Mutter, meine Mutter war und die Ähnlichkeit zu meiner ältesten Schwester ist so stark, dass ich heute schon weiß, wie ich in 20 Jahren aussehen werde.