Der italienische Schriftsteller Cesare Pavese (1908-1950) schildert in seinem 1950 erschienenen Roman „Der Mond und die Feuer“ die Rückkehr eines Auswanderers in sein italienisches Heimatdorf. Es war der letzte Roman des gefeierten Romanciers, der sich in einem Turiner Hotelzimmer das Leben
nahm.
Anguilla war während des faschistischen Regimes nach Amerika ausgewandert, um dort sein Glück zu…mehrDer italienische Schriftsteller Cesare Pavese (1908-1950) schildert in seinem 1950 erschienenen Roman „Der Mond und die Feuer“ die Rückkehr eines Auswanderers in sein italienisches Heimatdorf. Es war der letzte Roman des gefeierten Romanciers, der sich in einem Turiner Hotelzimmer das Leben nahm.
Anguilla war während des faschistischen Regimes nach Amerika ausgewandert, um dort sein Glück zu machen. Nach zwanzig Jahren, Ende der 1940er Jahre, kehrt er in sein Dorf im Piemont zurück. Er sucht nach vertrauten Dingen und Personen. Doch er bleibt ein Außenseiter, der die hügelige Landschaft mit ihren Weinbergen durchstreift - immer auf der Suche nach Zeugnissen seiner Erinnerung. Bei seinen Wanderungen wird er von seinem alten Jugendfreund Nuto begleitet, der nicht ausgewandert war. Er hilft ihm zu verstehen, was während seiner langen Abwesenheit in seinem Heimatdorf passiert ist - vor allem in den Wirren der letzten beiden Kriegsjahre, als Faschisten und Partisanen einen Kampf auf Leben und Tod führten. Einige Erinnerungen kommen ans Licht, doch vieles bleibt im Dunklen.
„Der Mond und die Feuer“, das hier in einer Neuübersetzung von Maja Pflug vorliegt, ist vielleicht Paveses persönlichstes Buch, denn es ist nicht nur ein Roman über Heimkehr sondern trägt auch viele autobiografische Züge. In einem Nachwort von Paola Traverso wird schließlich u.a. auch die zeitliche Nähe zwischen der Veröffentlichung des Romans und dem Selbstmord hinterfragt.