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Bis heute gilt das Mittelalter als Zeitalter des Glaubens, in dem Menschen, die an der Existenz Gottes zweifelten, systematisch verfolgt wurden. Dorothea Weltecke weist nach, dass diese Annahme ein Mythos ist, der in der Neuzeit entstand. Sie untersucht die Verwendung der Begriffe "Unglauben " und "Zweifel" in den zeitgenössischen Schriften und belegt: Der Gedanke, dass Gott nicht ist, existierte durchaus. Er wurde in der Beichte geäußert und in der spirituellen Literatur beschrieben. Allerdings waren es nicht, wie oft angenommen, vorrangig die Intellektuellen, die an der Existenz Gottes…mehr

Produktbeschreibung
Bis heute gilt das Mittelalter als Zeitalter des Glaubens, in dem Menschen, die an der Existenz Gottes zweifelten, systematisch verfolgt wurden. Dorothea Weltecke weist nach, dass diese Annahme ein Mythos ist, der in der Neuzeit entstand. Sie untersucht die Verwendung der Begriffe "Unglauben " und "Zweifel" in den zeitgenössischen Schriften und belegt: Der Gedanke, dass Gott nicht ist, existierte durchaus. Er wurde in der Beichte geäußert und in der spirituellen Literatur beschrieben. Allerdings waren es nicht, wie oft angenommen, vorrangig die Intellektuellen, die an der Existenz Gottes zweifelten. Denn da der Atheismus theologischen und philosophischen Grundannahmen widersprach, nahmen die Gelehrten ihn lange Zeit nicht ernst. Diese beiden Befunde - dass der Unglaube schon im Mittelalter existierte, aber keineswegs eine Sache der Gelehrten war - eröffnen einen gänzlich neuen Blick auf das Mittelalter wie auf die Geschichte des Atheismus.
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Rezensionen
Gott oder doch nicht Gott?
"Mit ihrer bahnbrechenden Studie zum Unglauben ist Dorothea Weltecke eine Neuschreibung der Geschichte des Atheismus gelungen." (Berliner Zeitung, 04.01.2011)

Sezierte Zweifel
"Das Buch ist denen zu empfehlen, die es sehr genau wissen wollen ... Wer die Studie durcharbeitet, wird belohnt. Denn die Autorin macht den Wandel menschlichen Glaubens nachvollziehbar." (Süddeutsche Zeitung, 14.01.2011)

Über Säkularisierung muss neu gesprochen werden
"Die Konstanzer Religionshistorikerin Dorothea Weltecke entwickelt in diesem Buch mit kühlem Blick ein hochdifferenziertes methodologisches Besteck, um den Gottesleugnern auf die Spur zu kommen. Damit führt sie den Untersuchungsgegenstand endgültig aus falschen polemischen Frontstellungen heraus ... eine glänzend geschriebene Studie." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2011)

Eine intensive Rezeption ist dem gelungenen Buch unbedingt zu wünschen. (H-Soz-u-Kult, 10.08.2011)