Heiligabend. Schnee treibt über die Allee zur Villa der Familie Weiß, als ein ehemaliger BND-Analyst das perfektionierte System eines Patriarchen aushebelt. Was als präzise geplante Geiselnahme beginnt, wird zur schonungslosen Bestandsaufnahme von Macht, Geld und Moral: In getrennten Räumen - Salon, Panikraum, Arbeitszimmer - prallen Generationen, Weltbilder und Lebenslügen aufeinander. Ein schockierender Inszenierungs-Coup zwingt Dieter Weiß, die grauen Zonen seines Imperiums anzusehen. Während Kameras summen und ein geschwächter Sicherheitschef die Fährten liest, verhandeln die Figuren nicht nur über Schuld und Verantwortung - sie ringen um die Zukunft ihrer Familie. Rückblenden öffnen das Familienarchiv: vom mühsamen Aufstieg aus der Nachkriegsarmut über die gekappten Ambitionen der Frauen bis hin zu einer zunächst verbotenen, später offen gelebten Liebe, die die Regeln von Loyalität neu schreibt. Als eine Enthüllung über illegale Überwachung persönliche Verletzungen mit politischem Aktivismus verschränkt, zeigt sich, wie private Entscheidungen öffentliche Folgen haben. Traumsequenzen - die gleißend weiße Galerie, der stürzende Turm, der splitternde Glaskorridor - holen das Unbewusste ins Licht und lassen die Figuren Schicht um Schicht ihre Masken ablegen. So wird aus dem ideologischen Schlagabtausch eine gefährliche Nähe; aus klaren Gegensätzen werden ambivalente Menschen - und alles steuert auf eine Entscheidung zu, die fragt, welchen Preis Veränderung hat und wer ihn bezahlt.
Bitte wählen Sie Ihr Anliegen aus.
Rechnungen
Retourenschein anfordern
Bestellstatus
Storno







