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Mit fünfzig Jahren erklärte sie in einem Interview, warum sie begonnen hatte, ihre Autobiographie zu schreiben: Um zu verstehen, warum sie, als sie über Nacht zu einer etablierten literarischen Persönlichkeit wurde, oft so unerträglich war. Viel zu jung hatte sie nicht begreifen können, welche Verantwortung damit verbunden war. In ihren Erinnerungen, die sie nicht mehr vollenden konnte, schaut Carson McCullers zurück auf ihr liebevolles Elternhaus in Georgia, ihre ersten Schreibversuche, ihre turbulente Ehe, ihre Freundschaften mit Tennesse Williams, Karen Blixen, Elizabeth Bowen, Edith…mehr

Produktbeschreibung
Mit fünfzig Jahren erklärte sie in einem Interview, warum sie begonnen hatte, ihre Autobiographie zu schreiben: Um zu verstehen, warum sie, als sie über Nacht zu einer etablierten literarischen Persönlichkeit wurde, oft so unerträglich war. Viel zu jung hatte sie nicht begreifen können, welche Verantwortung damit verbunden war.
In ihren Erinnerungen, die sie nicht mehr vollenden konnte, schaut Carson McCullers zurück auf ihr liebevolles Elternhaus in Georgia, ihre ersten Schreibversuche, ihre turbulente Ehe, ihre Freundschaften mit Tennesse Williams, Karen Blixen, Elizabeth Bowen, Edith Sitwell und Marilyn Monroe - und nicht zuletzt auf ihre Krankheiten, die ihr Leben beeinträchtigten und vorzeitig beendeten. Auf ihren Wunsch enthält ihre Autobiographie auch die bislang unveröffentlichten Briefe, die sie während des Zweiten Weltkrieges mit ihrem Ehemann Reeves McCullers wechselte, sowie das ausführliche Expose für ihren ersten Roman Das Herz ist ein einsamer Jäger.
Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
Autorenporträt
McCullers, Carson
Carson McCullers, geboren 1917 in Columbus, Georgia, verließ mit 17 Jahren die Südstaaten und ging nach New York, wo sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielt. 1937 heiratete sie Reeves McCullers, 1940 erschien ihr erster Roman Das Herz ist ein einsamer Jäger, dem u.a. die Bücher Spiegelbild im goldenen Auge und Die Ballade vom traurigen Café sowie Bände mit Kurzgeschichten folgten. Carson McCullers starb 1967 in New York.
Rezensionen
Ruhm und Krankheit
Carson McCullers, 1967 im Alter von 50 Jahren gestorben, gilt heute trotz ihres vergleichsweise schmalen Œuvres als eine der bedeutendsten amerikanischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit Das Herz ist ein einsamer Jäger erlangte sie 1940 frühen Ruhm, den sie oft selbst als Fluch empfunden hat. Die Ballade vom traurigen Café, 1951 erschienen, ist ein Klassiker der Nachkriegsliteratur. Schon früh wurde sie von Schlaganfällen heimgesucht, und vor allem ihre letzten Lebensjahre wurden von deren Folgen überschattet. Sie war halbseitig gelähmt und konnte nur noch mit Hilfe anderer schreiben. Der Band, der jetzt als Autobiografie erschienen ist, enthält Skizzen, Gedanken und Erzählungen, die die Autorin in ihren letzten Lebensmonaten diktiert hat. Sie selbst konnte das Buch nicht mehr vollenden. Erst 1999, über 30 Jahre nach Ihrem Tod, wurde der Band nach ihren Plänen vervollständigt und veröffentlicht.
Die Wahrheit mit den Zähnen packen
So weit die Fakten. Das Wesen von Carson McCullers enthalten sie nicht. Sicher wäre es auch falsch zu behaupten, diese Autobiografie enthalte es. Dennoch: In die Empfindungen ebenso wie in die Arbeitsweise der Autorin gewährt dieser Band Einblicke, wie sie keine Sekundärquelle zu bieten vermag. Egal, ob sie von ihrem Elternhaus, ihrem Weg zum Schreiben, ihrer Liebe oder ihren Freundschaften etwa mit John Huston oder Marilyn Monroe erzählt: Immer spricht sie in dem ihr eigenen Ton, einer merkwürdigen Synthese aus zarter Empfindung, kühler Beobachtung und Lust am Exzess. Carsons Cousine Virginia sagte einmal: "Sie liebte es, die Wahrheit mit den Zähnen zu packen und damit loszurennen, eine Gewohnheit, die sie nie abgelegt hat." Eben dieser "Gewohnheit" entspringt auch der ganz eigene Stil dieser Autobiografie.
Die Briefe
Neben den autobiografischen Aufzeichnungen der Autorin und dem Exposé zu Der Stumme, aus dem später Das Herz ist ein einsamer Jäger wurde, enthält der Band auch den Briefwechsel zwischen Carson McCullers und ihrem Mann Reeves aus den Jahren 1944 und 1945. Reeves war als Soldat in Übersee stationiert. In diesen bewegenden, zum Teil brillant geschriebenen Briefen erreichte ihre Beziehung eine Intensität und Nähe, die sie sonst nicht zu leben vermochten. Frühere wie spätere Versuche, eine annähernd normale Ehe zu führen, scheiterten immer wieder. Reeves McCullers nahm sich 1953 in Paris das Leben. Er blieb für Carson die Liebe ihres Lebens. Es war ihr ausdrücklicher Wunsch, dass dieser Briefwechsel in ihre Autobiografie mit aufgenommen werde.
(Roland Große Holtforth, literaturtest.de)
"Carsons Herz war oft einsam, und es war ein unermüdlicher Jäger auf der Suche nach Menschen, denen sie es anbieten konnte; aber es war ein Herz, das mit einem Licht gesegnet war, das seine Schatten überstrahlte." (Tennessee Williams)
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"Carsons Herz war oft einsam, und es war ein unermüdlicher Jäger auf der Suche nach Menschen, denen sie es anbieten konnte; aber es war ein Herz, das mit einem Licht gesegnet war, das seine Schatten überstrahlte." (Tennessee Williams)