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Die Erzählung "Die Brille bei Lehe" beschreibt eine lokale Sage aus der Leher Haide, in der Nähe von Lehe, die von zwei runden Mooren handelt, die wie die Augen einer Brille aussehen. Diese Moore gehören der lutherischen Pfarrei der Region. In der Nähe dieser Moore befinden sich zwei Hügel, die teilweise abgetragen wurden. In der Zeit, als es noch Riesen auf der Erde gab, lebte in diesen Hügeln ein Riese, der ein einsames Leben führte und einen Zwerg als Diener hatte. Der Riese, der alt und schwach geworden war, schickte den Zwerg als Boten in die umliegenden Dörfer. Eines Tages blieb der…mehr

Produktbeschreibung
Die Erzählung "Die Brille bei Lehe" beschreibt eine lokale Sage aus der Leher Haide, in der Nähe von Lehe, die von zwei runden Mooren handelt, die wie die Augen einer Brille aussehen. Diese Moore gehören der lutherischen Pfarrei der Region. In der Nähe dieser Moore befinden sich zwei Hügel, die teilweise abgetragen wurden. In der Zeit, als es noch Riesen auf der Erde gab, lebte in diesen Hügeln ein Riese, der ein einsames Leben führte und einen Zwerg als Diener hatte. Der Riese, der alt und schwach geworden war, schickte den Zwerg als Boten in die umliegenden Dörfer. Eines Tages blieb der Zwerg länger aus, als der Riese erwartet hatte, da der Riese den Weg in wenigen Schritten zurücklegen konnte, während der Zwerg dafür tausende Schritte benötigte. Der Riese, der den Zwerg nicht sehen konnte, weil seine Augen im Alter schwach geworden waren, setzte seine Brille auf, um besser sehen zu können. Beim Versuch, den Zwerg zu erspähen, stolperte der Riese und verlor seine Brille, die in einen Sumpf fiel. Der Riese war so wütend über den langen Ausbleiben des Zwerges, dass er die Brille weit wegwarf. Der Zwerg, der sich in der Nähe befand, bemerkte den Riesen nicht wegen des hohen Heidekrauts und dachte, das Zittern der Erde sei ein Erdbeben. Die Brille blieb im Sumpf liegen, da der Riese sie nicht herausholen konnte, ohne selbst zu versinken, und der Zwerg sie nicht bewegen konnte. Die Brille liegt bis heute unter einer Torfschicht, die die Stelle markiert, wo die beiden Augen der Brille liegen. Der Riese ist unter einem der beiden Hügel begraben, aber niemand weiß genau, unter welchem.
Autorenporträt
Heinrich Christian Wilhelm Busch (* 14. April[1] 1832 in Wiedensahl; ¿ 9. Januar 1908 in Mechtshausen) war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Zudem war er als von niederländischen Meistern beeinflusster Maler tätig. Seine ersten Bildergeschichten erschienen ab 1859 als Einblattdrucke. In Buchform wurden sie erstmals 1864 unter dem Titel Bilderpossen veröffentlicht. Schon seit den 1870er Jahren in ganz Deutschland berühmt, galt er bei seinem Tod dank seiner äußerst volkstümlichen Bildergeschichten als "Klassiker des deutschen Humors".[2] Als Pionier des Comics schuf er u. a. Max und Moritz, Fipps, der Affe, Die fromme Helene, Plisch und Plum, Hans Huckebein, der Unglücksrabe, die Knopp-Trilogie und weitere, bis heute populäre Werke. Oft griff er darin satirisch die Eigenschaften bestimmter Typen oder Gesellschaftsgruppen auf, etwa die Selbstzufriedenheit und Doppelmoral des Spießbürgers oder die Frömmelei von Geistlichen und Laien. Viele seiner Zweizeiler sind im Deutschen zu festen Redewendungen geworden, zum Beispiel "Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr" oder "Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich".