"Das Leben wird enden,
das Leben bleibt.
Dem gleich spielt das Kind
Unter allzuviel Träumen."
(Die gebogenen Planken)
"Poesie ist die Erfahrung dessen, was die Wörter überschreitet", hat Yves Bonnefoy einmal in einer berühmt gewordenen Wendung gesagt. Damit ist das Flüchtige, schwer Faßbare umrissen, das dieser Lyrik eignet - denn damit wird die Lyrik in ein unauflösliches Spannungsverhältnis zu sich selbst gebracht. Bonnefoys Lyrik wurde eine Schule des Sehens genannt, konzentriert auf die einfachen Dinge, die kostbare Momente reiner Präsenz hervorbringt.
In diesem späten und bisher letzten Gedichtband treten liedhafte Strophen, Meditationen und rhapsodische Erörterungen zu Zyklen zusammen, in denen sich der Dichter erinnert, in denen er wiederaufgreift und so mit der eigenen Dichtung in einen Dialog tritt. Bonnefoy "provoziert zum Überschreiten der Schwelle zwischen den Dingen und den Wörtern und einem möglichen Jenseits der Wirklichkeit" (Christina Weiss in der SZ). Und diese Erfahrung der Diesseitigkeit, bis an ihre Grenze getrieben, bringt Tiefe hervor und Schönheit.
das Leben bleibt.
Dem gleich spielt das Kind
Unter allzuviel Träumen."
(Die gebogenen Planken)
"Poesie ist die Erfahrung dessen, was die Wörter überschreitet", hat Yves Bonnefoy einmal in einer berühmt gewordenen Wendung gesagt. Damit ist das Flüchtige, schwer Faßbare umrissen, das dieser Lyrik eignet - denn damit wird die Lyrik in ein unauflösliches Spannungsverhältnis zu sich selbst gebracht. Bonnefoys Lyrik wurde eine Schule des Sehens genannt, konzentriert auf die einfachen Dinge, die kostbare Momente reiner Präsenz hervorbringt.
In diesem späten und bisher letzten Gedichtband treten liedhafte Strophen, Meditationen und rhapsodische Erörterungen zu Zyklen zusammen, in denen sich der Dichter erinnert, in denen er wiederaufgreift und so mit der eigenen Dichtung in einen Dialog tritt. Bonnefoy "provoziert zum Überschreiten der Schwelle zwischen den Dingen und den Wörtern und einem möglichen Jenseits der Wirklichkeit" (Christina Weiss in der SZ). Und diese Erfahrung der Diesseitigkeit, bis an ihre Grenze getrieben, bringt Tiefe hervor und Schönheit.







