Mit dem Manierismus verbindet die Kunstgeschichte eine zwischen Renaissance und Barock liegende Stilepoche. Ein bizarrer, aus dem Gleichgewicht gebrachter Formenapparat steht für eine übertrieben artifizielle Haltung der Künstler dieser Zeit, die voller Weltangst und Zweifel an der harmonischen Weltordnung den Glauben an die Kraft ungebrochener Kreativität verloren haben. Für Achille Bonito Oliva bezeichnet die Haltung des manieristischen Künstlers, der sich "durch Eigensinn und Verbissenheit, durch überlegene Distanz und zwielichtiges Auftreten, durch verquere Eigenschaften" auszeichnet, den Typus des Verräters, der in allen Epochen und Kunstgattungen auftaucht. In einem kulturgeschichtlichen Panorama, das von gelehrten Anmerkungen und Zitaten, von Fantasie und Originalität nur so sprüht, verfolgt Bonito Oliva manieristische Charaktere vom 16. Jahrhundert bis heute - ein Buch, das zur Reflexion über unsere Zeit verführt.
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