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Lebenskrisen sind zum Normalfall geworden, in unserer Therapiegesellschaft leben wir sie regelrecht aus: mit Psychologen und Selbsthilfegruppen, Yogakursen und Anti-Burnout-Weekends. Gegenwärtig kann sich alles, von der Weltpolitik bis hin zum Familienurlaub, sofort zur Krise auswachsen - sie gilt als Zeichen unserer Zeit. Doch wie kam es dazu? Was sind Lebenskrisen eigentlich, und was bedeuten sie für uns? Dirk Knipphals erzählt, wie der "normale Ausnahmezustand" ein Teil unseres Alltags wurde. Er erklärt, warum sein Großvater Lebenskrisen im heutigen Sinn noch nicht kannte, und er…mehr

Produktbeschreibung
Lebenskrisen sind zum Normalfall geworden, in unserer Therapiegesellschaft leben wir sie regelrecht aus: mit Psychologen und Selbsthilfegruppen, Yogakursen und Anti-Burnout-Weekends. Gegenwärtig kann sich alles, von der Weltpolitik bis hin zum Familienurlaub, sofort zur Krise auswachsen - sie gilt als Zeichen unserer Zeit. Doch wie kam es dazu? Was sind Lebenskrisen eigentlich, und was bedeuten sie für uns? Dirk Knipphals erzählt, wie der "normale Ausnahmezustand" ein Teil unseres Alltags wurde. Er erklärt, warum sein Großvater Lebenskrisen im heutigen Sinn noch nicht kannte, und er beschreibt, wie die Krise in der Nachkriegszeit in die Reihenhaussiedlungen der Vororte einzog. Vor allem aber führt er uns vor Augen, warum Krisen existenziell wichtig sind: In schwierigen Phasen bewähren wir uns, an ihnen wachsen wir, sie prägen unser Selbstverständnis und markieren Wendepunkte im Leben. Ob Pubertät oder Trennungsschmerz, Midlife-Crisis oder Pensionierungsblues - Dirk Knipphals nimmt Lebens-krisen mit Humor und scharfem Blick ins Visier und zeigt uns, warum ein Leben ohne sie weder wünschenswert noch angenehm wäre. Ein Stück unverzichtbare Aufklärung für alle, die begreifen wollen, warum wir kämpfen und was uns dabei antreibt.
Autorenporträt
Dirk Knipphals, 1963 geboren, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Kiel und Hamburg. Seit 1999 ist er Literaturredakteur der "tageszeitung". 2014 erschien das Buch "Die Kunst der Bruchlandung. Warum Lebenskrisen unverzichtbar sind". Dirk Knipphals lebt mit seiner Familie in Berlin.
Rezensionen
Dem Buch von Dirk Knipphals kann Ronald Düker entnehmen, dass Lebenskrisen nicht aus Katastrophen von außen erwachsen und auch nicht schon immer Teil der menschlichen Biografie waren, sondern eine "zivilisatorische Errungenschaft" sind, die etwa Knipphals' Großvater noch nicht kannte. Der Autor, Redakteur der taz, sucht in Filmen von Ingmar Bergman oder Woody Allan, am WG-Küchentisch oder in der "Theorie des kommunikativen Handelns" von Habermas nach Hinweisen auf das Wesen der Lebenskrise und hat damit nicht wirklich über eine bestimmte "Generation" als vielmehr über ein "Milieu" geschrieben, findet der Rezensent. Ihm leuchtet zwar nicht ein, warum ausgerechnet der Burn-out - laut Düker die Lebenskrise unserer Zeit - in diesem Buch fehlt, hat ansonsten aber durchaus viel Interessantes gefunden.

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