Dies ist die Geschichte einer unerwiderten Leidenschaft. Einer großen kindlichen Zuneigung, entgegengebracht jenem blondgezopften Fräulein mit immer frisch gewaschener, rosiger Haut, die das kleine Mädchen auf unerklärliche Distanz hält. die die langen Samstagnachmittage mit beängstigenden, grusligen Geschichten von abgeschnittenen Daumen und lichterloh brennenden Mädchen füllt. Die aber der Leere, die die riesige, düstere Wohnung, der abwesende Vater, die in einer Maske aus Schminke erstarrte Mutter für das Kind bedeuten, keine Wärme und kein Leben einzuhauchen vermag. Trotzdem bricht eine Welt für das Kind zusammen, als es eines Tages Anne Maries Leinenkoffer im Flur stehen sieht und von einem letzten flüchtigen Kuß gestreift wird. Die Geschichte einer großen, unbedingten Liebe, wie nur Kinder sie empfinden können - und der schmerzvollen Leere, wenn sie nicht erwidert wird. Rosetta Loys eindrucksvolle Erinnerung an ihre großbürgerliche römische Kindheit in den späten dreißiger Jahren ist überschattet von einer vagen, unerfüllten Sehnsucht ... Poetisch-melancholische Impressionen vom Ende eines Kindheitstraumes, erzählt aus der Sicht einer einsamen, aber hellwachen kleinen Beobachterin vor dem Hintergrund des Faschismus in Rom.
"Eine hochpoetische Sprache, die manchmal auch an Proust erinnert." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Eine hochpoetische Sprache, die manchmal auch an Proust erinnert." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
