Die Zugehörigkeit der meisten Handschriften zu den alten Heidelberger Büchereien bis 1622 konnte aus den in der Vatikanischen Bibliothek noch vorhandenen Heidelberger Bibliotheksinventaren ermittelt werden. Nur sieben Kodizes und drei Faszikel (in Sammelbänden) mit mathematischen Texten waren im Jahr 1622 im Besitz der Universität, die übrigen Handschriften stammen aus dem Besitz der Pfälzer Landbibliothek in der Heilig-Geistkirche in Heidelberg, die im 16. Jahrhundert die Bücher Kurfürst Ottheinrichs (gest. 1559) und die kostbare Bibliothek Ulrich Fuggers (gest. 1584) geerbt hatte. Einige in den alten Inventaren nicht nachgewiesene Kodizes hat der als Vertreter der Vatikanischen Bibliothek nach Heidelberg gesandte Leone Allacci vermutlich in der neuen Schlossbibliothek der Pfalzgrafen und Kurfürsten beschlagnahmt. Mit diesem Katalog wird ein relativ kleiner Teil der berühmten Heidelberger Handschriften erschlossen, deren Wert aber darin zu sehen ist, dass die Entwicklung und der Fortschritt der mathematischen Wissenschaften bei Griechen, Römern, Indern und Arabern in ihrer handschriftlichen Überlieferung dokumentiert wird.
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