Hundert Jahre nach ihrer Formulierung zählt die Schrödinger-Gleichung zu den erfolgreichsten Instrumenten der modernen Physik - und zugleich zu den am offensten gedeuteten. Trotz ihrer enormen rechnerischen Präzision bleibt umstritten, was ihre formalen Begriffe über die Wirklichkeit selbst aussagen.Dieses Buch nähert sich der Schrödinger-Gleichung aus einer ordnungstheoretischen Perspektive. Es versteht sie nicht als unvollständige Beschreibung einer verborgenen Ontologie, sondern als Ausdruck einer offenen formalen Ordnung, deren Wirksamkeit gerade in ihrer begrenzten Reichweite liegt. Zeit, Zustand, Wahrscheinlichkeit und Messung werden dabei nicht ontologisch, sondern funktional gelesen: als strukturierende Größen innerhalb eines klar abgegrenzten Wirkrahmens.Der Band ist kein Lehrbuch der Quantenmechanik und keine neue Interpretation unter vielen. Er bietet eine erkenntnistheoretische Würdigung, die die anhaltende Deutungsoffenheit der Gleichung nicht als Defizit, sondern als Zeichen wissenschaftlicher Reife begreift. Ergänzt wird diese Perspektive durch ordnungstheoretische Exkurse zu Grenzphänomenen wie Rauschen, kosmischem Anfang, schwarzen Löchern und möglichen Endzuständen des Universums.Das Buch richtet sich an Leserinnen und Leser mit Interesse an Wissenschaftstheorie, Philosophie der Physik und den Grundlagen formaler Erklärung. Es lädt dazu ein, Erwartungen an wissenschaftliche Vollständigkeit zu überprüfen - und Ordnung dort ernst zu nehmen, wo sie wirksam ist.
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