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Die Vertreibung - Glotz, Peter
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Der Publizist Peter Glotz, der 1945 selbst aus dem Sudentenland vertrieben wurde, erzählt am Beispiel Böhmens von der Vertreibung der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Er schildert den Mechanismus der Verfeindung, die Entstehung des Nationalismus, der 1848 seinen Anfang nahm. Er zeigt, wie sich Tschechen und Deutsch-Böhmen im Laufe der Zeit Schritt für Schritt voneinander entfernt haben und beschreibt, wie es endete: in Unrecht und unsagbarem Leid. Wie aktuell das Problem ist, belegen die zahlreichen ethnischen Konflikte, die in unserer Gegenwart Flucht und Vertreibung mit sich…mehr

Produktbeschreibung
Der Publizist Peter Glotz, der 1945 selbst aus dem Sudentenland vertrieben wurde, erzählt am Beispiel Böhmens von der Vertreibung der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Er schildert den Mechanismus der Verfeindung, die Entstehung des Nationalismus, der 1848 seinen Anfang nahm. Er zeigt, wie sich Tschechen und Deutsch-Böhmen im Laufe der Zeit Schritt für Schritt voneinander entfernt haben und beschreibt, wie es endete: in Unrecht und unsagbarem Leid. Wie aktuell das Problem ist, belegen die zahlreichen ethnischen Konflikte, die in unserer Gegenwart Flucht und Vertreibung mit sich bringen.
Dieses Buch erzählt eine Geschichte mit blutigem Ausgang. Ein paar Völker teilten sich das gleiche Stück Erde. Die Rede ist von Tschechen, Slowaken, Deutschen, Juden, Ruthenen, Polen und Ukrainern, die in den böhmischen Ländern zusammenlebten. Zum Schluss fielen die Stärksten unter ihnen, Deutsche, Tschechen und Slowaken, übereinander her. Die Juden wurden dabei fast völlig ausgelöscht.Die Vertreibung beschreibt am Modellfall Böhmen einen Mechanismus der Verfeindung: Die Herstellung von Nationalismus. Deswegen wird nicht nur das böse Ende – die Raserei der Nazis und die Vertreibung von drei Millionen Deutschen – dargestellt, sondern gezeigt, wie sich Tschechen und Deutsch-Böhmen ab 1848 Schritt für Schritt voneinander entfernten. Wie aktuell das Problem ist, belegen die zahlreichen ethnischen Konflikte, die in unserer Gegenwart Flucht und Vertreibung mit sich bringen.
Autorenporträt
Peter Glotz ist Professor für Kommunikationswissenschaft in St. Gallen. Er war unter anderem Präsident der Kultusministerkonferenz, SPD-Bundesgeschäftsführer, Vorsitzender der Deutsch-Tschechoslowakischen Parlamentariergruppe und zuletzt Vertreter der Bundesregierung im Europäischen Konvent. Er ist Vorsitzender der Stiftung "Zentrum gegen Vertreibungen".