In seiner hermeneutischen und auch konstruktivistischen Studie über den US-Medienguru und Bestsellerautor Neil Postman ( Das Verschwinden der Kindheit, Wir amüsieren uns zu Tode, Die zweite Aufklärung ) untersucht der Autor die Originalität, Rezeption und wissenschaftliche Gültigkeit von Postmans medienökologischen Thesen. Er analysiert den Ikonoklasmus sowie die Technophobie des Kulturkritikers, widerlegt seine kulturelle Schwundtheorie und ersetzt sie durch eine Definition von Kultur als kinetischem Provisorium: Die Wortkultur wird durch ihre Widersacher, die elektronischen Medien, letztlich modifiziert und konserviert. TV-geprägte Metaphorik, monokausale Simplifizierungen und Ideen-Recycling à la Postman bieten hierfür das beste Beispiel.
"Der vorliegende Band enthält nebst Hinweisen zur Biographie Postmans detaillierte Werkanalysen. Wer sich mit Postman beschäftigen möchte, mag sich in Robiers Band das Arsenal an nützlichen Belegen gegen dessen Aussagen holen, die endlich zusammengestellt zu haben, Robiers Verdienst ist." (Hans-Ulrich Grunder, Medien praktisch)







