Wenn der Rede von der virtuellen Realität eine Bedeutung zukommt, so ist sie in der Welt des Walter Elias Disney zu sehen: in seinen Zeichentrickfilmen, seinen Naturfilmen, aber vor allem in seinem 'Sonnenstaat', den er, als Prototyp, zunächst in der Nähe von Los Angeles, dann in den Sümpfen Floridas entstehen ließ. Disneyworld, sein Lebenstraum, ist zu einer weltweiten Pilgerstätte geworden, und ist zugleich, als technologisches Phänomen, ein Gesellschaftsmodell, in dem die Welt auf eine kindlich-abgründige Weise entfernt und in die Nähe gerückt ist. Richard Schickel erzählt, wie aus dem zeitweilig gar als Avantgardist betrachteten Zeichner Disney das Hollywood-Genie wurde, der Konzernherr und schließlich der gütige Fernsehonkel, womit seine Existenz sich endgültig zur TV-Ikone gewandelt hatte. "Disneys Welt" ist eine fesselnde Studie, die zugleich Biographie ist und sich nicht scheut, die überpersönliche Bedeutung ihres Protagonisten ins Auge zu fassen. Dabei kommt Richard Schickel, seinem Selbstverständnis nach ein eher gemäßigter Liberaler, zu der verstörenden Feststellung: "Wenn der Faschismus nach Amerika kommt, wird er Mickeymaus-Ohren tragen."
"Richard Schickel hat mit seiner Disney-Biographie, (...), ein sehr modernes Buch geschrieben. Es ist weniger eine klassische Biographie als ein großer kulturhistorischer Essay. Außerdem ist Disneys Welt eine keine Kulturgeschichte des amerikanischen Geschmacks, sprachlich ebenso präzise wie unterhaltsam." (Lektüren - Das Magazin zum Buch)
"(...), doch erst jetzt wurde Schickels Buch unter dem Titel 'Disneys Welt' ins Deutsche übertragen. Geschadet hat ihm das lange Warten nicht, denn Schickels Befunde wurden von der Zeit nicht überholt (...)." (FAZ)
"(...), doch erst jetzt wurde Schickels Buch unter dem Titel 'Disneys Welt' ins Deutsche übertragen. Geschadet hat ihm das lange Warten nicht, denn Schickels Befunde wurden von der Zeit nicht überholt (...)." (FAZ)
