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Im Sommer 1949 wird ein palästinensisches Beduinenmädchen von israelischen Soldaten missbraucht und ermordet. Jahrzehnte später versucht eine junge Frau aus Ramallah, mehr über diesen Vorfall herauszufinden. Sie ist fasziniert, ja besessen davon, vor allem, weil er sich auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre vor ihrer Geburt zugetragen hat. Ein Detail am Rande, das jedoch ihr eigenes Leben mit dem des Mädchens verknüpft.
Adania Shibli verwebt die Geschichten beider Frauen zu einer eindringlichen Meditation über Krieg, Gewalt und die Frage nach Gerechtigkeit im Erzählen.

Produktbeschreibung
Im Sommer 1949 wird ein palästinensisches Beduinenmädchen von israelischen Soldaten missbraucht und ermordet. Jahrzehnte später versucht eine junge Frau aus Ramallah, mehr über diesen Vorfall herauszufinden. Sie ist fasziniert, ja besessen davon, vor allem, weil er sich auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre vor ihrer Geburt zugetragen hat. Ein Detail am Rande, das jedoch ihr eigenes Leben mit dem des Mädchens verknüpft.

Adania Shibli verwebt die Geschichten beider Frauen zu einer eindringlichen Meditation über Krieg, Gewalt und die Frage nach Gerechtigkeit im Erzählen.
Autorenporträt
Adania Shibli (*1974 in Palästina) studierte in Jerusalem und Berlin sowie Media and Cultural Studies in London. Sie ist in der akademischen Forschung und Lehre tätig und schreibt Theaterstücke, Kurzgeschichten, Essays und Romane, die in über fünfzehn Sprachen übersetzt wurden. Eine Nebensache ist ihr erster ins Deutsche übersetzte Roman und wurde mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet. Die englische Übersetzung war für den National Book Award und den International Booker Prize nominiert.
Rezensionen
»Ein großes Buch über die zerstörerische Logik der Besatzung - kritisch aktuell, ohne tagespolitisch explizit zu werden.« Katharina Teutsch Frankfurter Allgemeine Zeitung

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Für Rezensentin Cornelia Geißler ist Adania Shiblis Roman ein seltenes Beispiel palästinensischer Literatur bei uns. Der Text, der die Vergewaltigung und den Mord an einem arabischen Mädchen in der Negev-Wüste durch israelische Soldaten im Jahr 1949 schildert und dann zur subjektiven Erzählung einer Palästinenserin übergeht, die den Vorfall 50 Jahre später recherchiert, entwickelt laut Geißler eine überraschende Kraft. Wie Shibli beide Teile miteinander verbindet und sprachlich durchdringt, findet Geißler kunstvoll und fesselnd. Eine gewisse Neigung der Erzählung ins Unwirkliche nimmt dem Text etwas von seiner Schwere, beruhigt Geißler uns.

© Perlentaucher Medien GmbH
» Shibli schreibt subtil und beobachtet scharf.« The Guardian