Dieses Werk untersucht die Natur von unserer Intuition und zeigt auf, wie Philosoph:innen sie in der Erkenntnistheorie am besten nutzen können. Zunächst betrachtet der Autor mehrere paradigmatische Gedankenexperimente in der Erkenntnistheorie, die den Rückgriff auf Intuition veranschaulichen. Anschließend argumentiert er, dass die Natur von durch Gedankenexperimente erzeugten Intuitionen eher nicht so treffend durch einen apriorischen Platonismus erklärt wird. Stattdessen entwickelt und verteidigt das Buch eine reduzierte Konzeption epistemischer Intuitionen. Diese Auffassung geht davon aus, dass Intuition weder apriorisch noch aposteriorisch ist, sondern multidimensional. Sie stellt einen intentionalen, aber nicht-propositionalen mentalen Zustand dar, der zudem nicht-begrifflich und nicht-phänomenal ist. Darüber hinaus wird dieser Zustand durch seinen Ursprung individualisiert – nämlich durch das jeweilige Gedankenexperiment. Daraufhin liefert der Autor ein Argument für den erkenntnistheoretischen Status von Intuitionen, basierend auf einer korrekten Darstellung ihrer Natur. Der vorgeschlagene Ansatz ist der der „Passung“: Intuition besitzt für sich genommen keinen epistemischen Status. Sie erhält jedoch evidenziellen Wert, sofern sie sich gut in ein Ganzes – das relevante Gedankenexperiment – einfügt. Abschließend geht das Buch auf zentrale Herausforderungen von der Vertreter:innen der von Anti-Zentralität ein. Diese behaupten, dass Intuition in der Philosophie keine zentrale Beweisquelle darstellt. Der Autor zeigt, dass diese Einwände die im Buch entwickelte Konzeption von Intuition nicht erschüttern. Der Text richtet sich an Studierende und Forschende im Bereich der Erkenntnistheorie.
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