Die Kunst unserer Zeit entzieht sich in weiten Teilen dem Zugriff einer klassischen, d. h. werkorientierten Ästhetik, die letztlich auf der Auffassung von Kunst als Sprache und Text beruht. Dieter Mersch setzt - im Rückgriff v. a. auf Benjamin und Lévinas - diesem Paradigma eine »performative Ästhetik« entgegen, die zwar auf zeitgenössische Phänomene der Kunst zugeschnitten ist, von dort aus aber den Bogen zurück zur »klassischen« Kunst schlägt und somit, im kritischen Dialog mit den avanciertesten Positionen der ästhetischen Theorie (Danto, Goodman), in nicht weniger als eine Theorie der…mehr
Die Kunst unserer Zeit entzieht sich in weiten Teilen dem Zugriff einer klassischen, d. h. werkorientierten Ästhetik, die letztlich auf der Auffassung von Kunst als Sprache und Text beruht. Dieter Mersch setzt - im Rückgriff v. a. auf Benjamin und Lévinas - diesem Paradigma eine »performative Ästhetik« entgegen, die zwar auf zeitgenössische Phänomene der Kunst zugeschnitten ist, von dort aus aber den Bogen zurück zur »klassischen« Kunst schlägt und somit, im kritischen Dialog mit den avanciertesten Positionen der ästhetischen Theorie (Danto, Goodman), in nicht weniger als eine Theorie der Kunst von der Moderne her (mit den Exponenten Cage und Beuys) einmündet.
Karl Heinz Bohrer, geboren 1932 in Köln, war Literaturkritiker, Herausgeber, Wissenschaftler, Verfasser vieler Werke um die zentrale Idee des Momentanismus, der »Plötzlichkeit«. Langjährige Aufenthalte in Frankreich und England als bewusste Erfahrung der »Fremde«. Hochschullehrer in Deutschland, Frankreich und den USA. Als scharfzüngiger, auch polemischer Zeitkritiker stand er immer wieder im Zentrum heftiger Diskussionen. Bohrer verstarb am 4. August 2021 in London.
Inhaltsangabe
Vorwort Aura I. Wahrnehmung und Medialität Überlegungen zur Undarstellbarkeit Einleitung 1. Aisthetik 1.1 Wahrnehmung und Denken 1.2 Aporien 1.3 Bruchstellen 1.4 Aura und Responsivität 2. Medialitäten 2.1 Äquivokationen im Begriff 2.2 Materialitäten: Aporie und Reflexion 2.3 Technische Medien: Repräsentationalität und Digitalität 2.4 Phantasmen des Realen: Glanz und Elend der Simulakra 2.5 Grenzverläufe 3. Anästhesien 3.1 Technische Zurüstung der Wahrnehmung 3.2 Blendräume 3.3 Verlust der Aura II. Die Form und die Blöße Ästhetische Erfahrungen des Unbestimmten 1. Dreifache Wurzel des Ästhetischen 2. Schönheit oder die 'Blöße' der Form 3. Das Erhabene und die Präsenz als 'Blöße' 4. Aura und das Ereignis der 'Blöße' III. Vom Werk zum Ereignis Zur 'performativen Wende' in der Kunst IV. Aisthesis, Ekstasis, Askesis Überlegungen zur Ethik ästhetischer Performanz 1. Performativität und Verbum 2. Archäologien des Performativen 1: Der Dadaismus 3. Archäologien des Performativen 2: Der Surrealismus 4. Schamane und Seher: Beuys 5. Das Nichts, die Zeit und die Fülle: Cage 6. Ethik des Performativen: Ereignis und Responsivität Literatur
Vorwort Aura I. Wahrnehmung und Medialität Überlegungen zur Undarstellbarkeit Einleitung 1. Aisthetik 1.1 Wahrnehmung und Denken 1.2 Aporien 1.3 Bruchstellen 1.4 Aura und Responsivität 2. Medialitäten 2.1 Äquivokationen im Begriff 2.2 Materialitäten: Aporie und Reflexion 2.3 Technische Medien: Repräsentationalität und Digitalität 2.4 Phantasmen des Realen: Glanz und Elend der Simulakra 2.5 Grenzverläufe 3. Anästhesien 3.1 Technische Zurüstung der Wahrnehmung 3.2 Blendräume 3.3 Verlust der Aura II. Die Form und die Blöße Ästhetische Erfahrungen des Unbestimmten 1. Dreifache Wurzel des Ästhetischen 2. Schönheit oder die 'Blöße' der Form 3. Das Erhabene und die Präsenz als 'Blöße' 4. Aura und das Ereignis der 'Blöße' III. Vom Werk zum Ereignis Zur 'performativen Wende' in der Kunst IV. Aisthesis, Ekstasis, Askesis Überlegungen zur Ethik ästhetischer Performanz 1. Performativität und Verbum 2. Archäologien des Performativen 1: Der Dadaismus 3. Archäologien des Performativen 2: Der Surrealismus 4. Schamane und Seher: Beuys 5. Das Nichts, die Zeit und die Fülle: Cage 6. Ethik des Performativen: Ereignis und Responsivität Literatur
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