Jäger oder Gejagter?
Jojo ist als Psychotherapeut in einem Seniorenheim in Hamburg tätig. Noch immer plagen ihn Albträume, die ihn seit sieben Jahren nicht loslassen. Damals war er mit Freunden im Harz unterwegs, seine Erinnerungen daran sind wie ausgelöscht. Er alleine wurde gefunden, von
seinen Freunden fehlt noch heute jede Spur.
Der Prolog führt zunächst ins Heim, dabei handelt…mehrJäger oder Gejagter?
Jojo ist als Psychotherapeut in einem Seniorenheim in Hamburg tätig. Noch immer plagen ihn Albträume, die ihn seit sieben Jahren nicht loslassen. Damals war er mit Freunden im Harz unterwegs, seine Erinnerungen daran sind wie ausgelöscht. Er alleine wurde gefunden, von seinen Freunden fehlt noch heute jede Spur.
Der Prolog führt zunächst ins Heim, dabei handelt er sich extreme Schwierigkeiten mit einer Bewohnerin ein. Zeitgleich erreicht ihn eine Nachricht von seinem Vater, dass er denn dringend zu ihm kommen sollte. Also macht er sich auf in seine alte Heimat.
Viel erfahre ich von Jojos Arbeit und den Bewohnern im Heim, vom Balancetraining mit den Senioren und noch so einiges mehr. Auch nervt seine Mutter, die mit neuem Lover im Süden urlaubt. Nun, sein Vater scheint die SMS nicht geschrieben zu haben, aber Jojo ist nun mal da. Er trifft im Ort alte Bekannte, die ihn noch immer für das Verschwinden seiner Freunde verantwortlich machen. Kurz entschlossen macht er sich auf, die damalige Wanderroute nochmal abzulaufen, vielleicht kehren die Erinnerungen doch noch zurück. Und noch immer verschwinden Menschen im Harz. Spurlos. Es scheint, als ob der Wald sie verschluckt hätte.
Als düsterer Psychothriller werden diese FLÜSTERNDEN ERINNERUNGEN beschrieben. Für mich ist es eher ein Krimi für Einsteiger, die Altersfreigabe liegt bei 12 Jahren. Und genau das merkt man dem Buch auch an, obwohl ich einem Zwölfjährigen dieses Buch nicht geben würde. Viel zu lange, zu ausführlich, wird vom Heim berichtet. Bis Jojo sich aufmacht, seiner retrograden Amnesie entgegenzutreten, vergeht viel Zeit bzw. lese ich viele Seiten. Interessant wird es im Wald. Sowohl Jojo als auch so manch andere Gestalt kann ich nicht so recht durchschauen, hier bin ich voll drin. Es ist gruselig, es ist unheimlich und unerklärlich ist es sowieso, denn irgendetwas müsste doch von den mittlerweile doch so einigen Wanderern zurückgeblieben sein. Aber nichts deutet darauf hin, dass die Vermissten jemals hier waren. Der Schluss dann gefällt mir wieder weniger, mehr kann ich dazu nicht sagen, um nicht zu spoilern.
Die kursiv dargestellten Rückblicke zwischendurch möchte ich noch erwähnen, sie geben der Story viel. Sie blitzen immer dann auf, wenn Jojo sich an einem markanten Punkt im Wald befindet, an dem er damals mit seinen Freunden war. Find ich gut gemacht. Trotzdem ist die Story nicht ganz rund, zu ausführlich werden Nebensächlichkeiten abgehandelt, das eigentlich Relevante lässt für meine Begriffe zu lange auf sich warten und der Schluss... nun ja, der ist zu konstruiert.