Marktplatzangebote
16 Angebote ab € 8,90 €
  • Buch mit Leinen-Einband

Franz Kafka ist einer der wirkungsmächtigsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Sein Werk gilt als Inbegriff des Dunklen, Mehrdeutigen, faszinierend Unheimlichen. Peter-André Alts Biografie stellt Kafkas Leben und seine literarische Arbeit in den Zusammenhang der großen kulturellen Strömungen der Zeit zwischen 1880 und 1920. Sie macht dem Leser Kafkas künstlerische Individualität aus ihrer spannungsreichen Verbindung mit der europäisch-jüdischen Traditionen verständlich.
Franz Kafka hat Leben und Schreiben als Einheit betrachtet, die seine Identität begründete. Sein zerbrechlicher
…mehr

Andere Kunden interessierten sich auch für
Produktbeschreibung
Franz Kafka ist einer der wirkungsmächtigsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Sein Werk gilt als Inbegriff des Dunklen, Mehrdeutigen, faszinierend Unheimlichen. Peter-André Alts Biografie stellt Kafkas Leben und seine literarische Arbeit in den Zusammenhang der großen kulturellen Strömungen der Zeit zwischen 1880 und 1920. Sie macht dem Leser Kafkas künstlerische Individualität aus ihrer spannungsreichen Verbindung mit der europäisch-jüdischen Traditionen verständlich.
Franz Kafka hat Leben und Schreiben als Einheit betrachtet, die seine Identität begründete. Sein zerbrechlicher Selbstentwurf blieb gebunden an die Höhen und Tiefen der literarischen Arbeit. Peter-Andre Alts Biographie verknüpft die Lebenserzählung mit umfassenden Interpretationen, die Kafkas Werk und dessen psychologische Voraussetzungen durchdringen. Sie zeigt den Autor als Beobachter seiner Zeit, indem sie sein Verhältnis zur Prager deutschen Literatur und zur europäischen Moderne, zu Psychoanalyse und Zionismus, Philosophie und jüdischer Geistestradition, Anthroposophie, Naturheilkunde, Kino und Theater untersucht. Sie präsentiert den Flaneur und den Einsamen, den Reisenden und den Ängstlichen, den Asketen und den Liebenden, den Ekstatiker und den Skeptiker, den Spezialisten des Schreckens und den Meister der Ironie. Kafkas Vita wird dabei nicht als Quelle, sondern als Spiegel der literarischen Arbeit gedeutet. Die Welt seiner Erzählungen und Romane gewinnt auf diese Weise in
Autorenporträt
Peter-Andre Alt, geb. 1960 in Berlin, ist seit 1995 Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sein zentrales Arbeitsgebiet bildet die deutsche Literatur- und Kulturgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts, zu der er diverse Buchveröffentlichungen vorgelegt hat, die sich vornehmlich mit Fragen der Poetik und Ästhetik im Spektrum zwischen Früher Neuzeit und Weimarer Klassik befassen.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Zweifelsohne ist Peter-Andre Alt mit dieser Kafka-Biografie "ein großer Wurf" gelungen, frohlockt der Rezensent Oliver Pfohlmann. Nicht zuletzt weil Alt sich darauf verstehe, Oscar Wildes Diktum, dass das Leben auf der Suche nach Gestaltung die Kunst imitiert, für die Kafka-Forschung fruchtbar zu machen und eine erstaunliche, vom Werk ins Leben reichende Dynamik aufzudecken - etwa  zwischen Kafkas Umgang mit Schreibblockaden und der Konfliktbewältigung in seinen Liebesbeziehungen. Darüberhinaus, so der Rezensent, macht Alts Werkbiografie ihrem Anspruch auf Vollständigkeit alle Ehre: "Sie kompiliert souverän die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschung und ersetzt ein ganzes Regal an einschlägiger Sekundärliteratur". Zwar müsse Alts stilistische Darreichungsform schon fast als wissenschaftlich dröge bezeichnet werden und gerate insgesamt zum "Exerzitium", doch paradoxerweise entstehe daraus ein höchst lebendiger Kafka. Nur einen kleinen Makel hat der Rezensent entdeckt: Zwar haben die mit Freuds Psychoanalyse arbeitenden "luziden Werkinterpretationen" ihn überzeugen können, doch einem Klischee (wie schon der Titel zeige) habe der sonst so nüchterne Alt nicht entsagen können, dem nämlich des "ewigen Sohns". Besonders zum Tragen kommt dies für den Rezensenten, wenn Alt dem sterbenden Kafka, der zum ersten Mal Prag verlassen hat und in Berlin an der Seite von Dora Diamant befreit losschreibt, seine Emanzipation anscheinend nicht gönnt und Dora prompt zum Mutterersatz erklärt.

© Perlentaucher Medien GmbH
…mehr