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Erscheint vorauss. 4. Mai 2026
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Im Exil in den 1940er Jahren verfasst und kurz nach dem Krieg publiziert, richtet sich Georges Bernanos Pamphlet gegen den Kult der Maschine und die neue Klasse der "Techniker", die Freiheit nicht mehr als Würde, sondern als Störfaktor begreift. Bernanos zeigt, wie Industrialismus, Bürokratie und Massenorganisation den Menschen nicht nur ausbeuten, sondern umformen: Denken wird zur Funktion, Sprache zur Reklame, Gewissen zur Akte. "Roboter" meint hier nicht Metallkörper, sondern die Abrichtung zur Anpassung: ein Leben, das sich in Produktion, Konsum und Effizienz erschöpft - bis die innere…mehr

Produktbeschreibung
Im Exil in den 1940er Jahren verfasst und kurz nach dem Krieg publiziert, richtet sich Georges Bernanos Pamphlet gegen den Kult der Maschine und die neue Klasse der "Techniker", die Freiheit nicht mehr als Würde, sondern als Störfaktor begreift. Bernanos zeigt, wie Industrialismus, Bürokratie und Massenorganisation den Menschen nicht nur ausbeuten, sondern umformen: Denken wird zur Funktion, Sprache zur Reklame, Gewissen zur Akte. "Roboter" meint hier nicht Metallkörper, sondern die Abrichtung zur Anpassung: ein Leben, das sich in Produktion, Konsum und Effizienz erschöpft - bis die innere Stimme verstummt. Bernanos attackiert den Glauben, Fortschritt und "freie Unternehmung" würden automatisch Glück erzeugen; er beschreibt eine Zivilisation, die immer mehr Güter liefert und immer weniger Sinn. Und doch ist "Wider die Roboter" kein nostalgischer Rückzug, sondern ein Plädoyer für das Unverfügbare: für Seele, Verantwortung, Kontemplation, Widerstand. Bernanos rechnet mit der Revolte der Jugend - und fordert den Leser auf, nicht gegen Maschinen, sondern gegen die eigene Bequemlichkeit aufzustehen. Ein Buch seiner Zeit? Ein Buch jenseits der Zeit - und erschreckend nah an unserer Gegenwart. Eine Streitschrift, die die Moderne beim Namen nennt - und den Preis der Bequemlichkeit sichtbar macht.
Autorenporträt
Georges Bernanos war einer der kompromisslosesten französischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts: katholischer Romancier, Publizist, Polemiker - und ein Autor, der das Politische stets am Maß der Seele prüft. Geboren in Paris, geprägt vom ländlichen Nordfrankreich und verwundet im Ersten Weltkrieg. Literarisch wurde er mit Sous le soleil de Satan (1926) und spätestens mit dem Journal d'un curé de campagne (1936; ausgezeichnet mit dem Grand Prix du roman de l'Académie française) zu einer Leitfigur des "renouveau catholique". Politisch durchlief Bernanos Brüche: vom frühen Milieu der monarchistischen Rechten hin zum öffentlichen Zeugen gegen jede Form der Gewaltherrschaft. 1938 ging er ins brasilianische Exil, kehrte 1945 nach Frankreich zurück und blieb bis zuletzt ein unbequemer Warner vor der inneren Entleerung Europas. Der konzentrierteste Ausdruck dieser Warnung ist sein Spätwerk La France contre les robots (1947) - auf Deutsch Gegen die Roboter (1949): Bernanos' hellsichtige Streitschrift gegen die technokratische Entmenschlichung.