Intervenierende Künste sind eng mit dem Begriff der Gegen/Öffentlichkeiten verbunden. Wenn Künste auf ihr gesellschaftliches Interventionspotential untersucht werden, stellt sich die Frage nach den Gegen/Öffentlichkeiten: Wie intervenieren künstlerische Praktiken in die Verfasstheit des Öffentlichen, um konventionalisierte, dominante Narrative und Repräsentationen des öffentlichen Raums in Frage zu stellen? Welche Gegen/Öffentlichkeiten können hergestellt werden und wie stabilisieren künstlerische Praktiken Gegen/Entwürfe, gerade in Zeiten diversifizierter, häufig auch polarisierter Meinungen…mehr
Intervenierende Künste sind eng mit dem Begriff der Gegen/Öffentlichkeiten verbunden. Wenn Künste auf ihr gesellschaftliches Interventionspotential untersucht werden, stellt sich die Frage nach den Gegen/Öffentlichkeiten: Wie intervenieren künstlerische Praktiken in die Verfasstheit des Öffentlichen, um konventionalisierte, dominante Narrative und Repräsentationen des öffentlichen Raums in Frage zu stellen? Welche Gegen/Öffentlichkeiten können hergestellt werden und wie stabilisieren künstlerische Praktiken Gegen/Entwürfe, gerade in Zeiten diversifizierter, häufig auch polarisierter Meinungen und Positionierungen?
Der Band widmet sich historischen wie gegenwärtigen Praktiken des künstlerischen Intervenierens in - und Herstellens von - Gegen/Öffentlichkeiten von dem frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die interdisziplinäre Publikation vereint Beiträge aus Kunst- und Geisteswissenschaften sowie politischer Theorie und macht sichtbar, wie sich Gegenöffentlichkeiten in ästhetischen Formen, materiellen Praktiken und kollektiven Handlungen entfalten. Die versammelten Beiträge verstehen die Künste dabei als gesellschaftlich wirksame Praxis und eröffnen neue Perspektiven auf die Bedingungen pluraler Öffentlichkeiten in Zeiten politischer und kultureller Umbrüche.
Marla Heid Marla Elisabeth Heid promoviert im Bereich Kunst- und Kulturwissenschaften. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit künstlerischen Interventionen in Denkmaldiskurse und untersucht deren Wirkung auf Erinnerungspolitik, öffentlichen Raum und historische Repräsentation. Ihre Arbeit verbindet Theorie und Praxis und umfasst kuratorische Projekte, Publikationen sowie kollaborative Forschungsinitiativen. Sie ist Mitglied des Sonderforschungsbereichs Intervenierende Künste an der Freien Universität Berlin.
Mimmi Woisnitza Mimmi Woisnitza is a postdoctoral researcher at the Collaborative Research Center 1512 "Intervening Arts" at Leuphana University Lüneburg and Free University Berlin. As a theater scholar and cultural historian, her research focuses on revolutionary theater practices in the early twentieth century from a feminist perspective. Within CRC 1512, she is pursuing a project on the intersection of life and art in Latvian theater maker Asja La cis' relational theater practice and its reception.
Birgit Eusterschulte Birgit Eusterschulte ist Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich Intervenierende Künste an der Freien Universität Berlin. Ihr derzeitiger Forschungsprojekt Unlearning History untersucht, wie unterschiedliche Ansätze eines künstlerischen Historisierens als methodisches Verlernen dominanter Geschichtserzählungen und Interventionen in hegemoniale Wissensbestände und Epistemologien zu verstehen sind und wie diese ein anderes Wissen produktiv machen.
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