Ein Mann verlässt seine Frau, sein Kind, sein Haus. Er beschließt zu gehen, das Leben eines Landstreichers zu führen, und macht sich auf den Weg, der ihn zu sich selbst bringen soll. Er scheitert, trinkt, beginnt von Neuem. Den Leser nimmt er mit auf diese delirierenden, existenziellen und besessenen Reisen zu Fuß von Norwegen durch Deutschland nach Frankreich, nach Griechenland, durch ein Europa der Kunst, der Mythen,
der Städte. Bestimmt vom Rhythmus harten Gehens, von der Dunkelheit der Trunkenheit und der vollständigen physischen Erschöpfung, tritt er in Dialog mit Rousseau, Rimbaud, Satie, Giacometti, Heidegger und erlebt ein Abenteuer des Denkens: Mit nichts als sich selbst, ganz auf sich zurückgeworfen, was
bleibt, wer ist man?
der Städte. Bestimmt vom Rhythmus harten Gehens, von der Dunkelheit der Trunkenheit und der vollständigen physischen Erschöpfung, tritt er in Dialog mit Rousseau, Rimbaud, Satie, Giacometti, Heidegger und erlebt ein Abenteuer des Denkens: Mit nichts als sich selbst, ganz auf sich zurückgeworfen, was
bleibt, wer ist man?
Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension
Und los geht's. Der Autor nimmt seinen Leser huckepack, und Andreas Breitenstein sieht dem Aussteiger mit Amex im Gepäck nur allzu gerne über die Schulter. Wie bei Handke oder Ransmayr lockt ihn hier das Versprechen im Abseitigen, im Kleinen, Fremden das Eigentliche zu entdecken: Sex, Revolution? Daneben sind es die Dichter und Denker, die Tomas Espedal unterwegs aufruft, Rilke, Dylan Thomas, die Breitenstein glücklich machen. Beim Gehen und vor lauter Begeisterung für diesen Roman, Reisebericht, Essay, Daseinsbrevier vergisst der Rezensent allerdings nicht zu fragen, was eigentlich der Grund für die Reise ist, die den Autor immerhin bis nach Griechenland und in die Türkei führt, mit glasklarer Sprache und beschwingt den Leser mitnehmend. Breitenstein kann es sich nur vorstellen: Übermut oder Überdruss. Etwas Widersprüchliches wohnt diesem Gang inne, meint er.
© Perlentaucher Medien GmbH
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