„Ich glaube, dass ein Grashalm nicht geringer ist als ein Tageslauf der Sterne“ (111) [1]
„Gesang der Kojoten“ handelt von Conor Lyons und seiner Familie. Conor besucht seinen alten Vater in Irland, nachdem er um die halbe Welt gereist ist, um seine eigenen Wurzeln zu ergründen. Dabei steht die
schwierige Beziehung zwischen Vater und Sohn, erkennbar bei der Bewältigung der kleinen Dinge des…mehr„Ich glaube, dass ein Grashalm nicht geringer ist als ein Tageslauf der Sterne“ (111) [1]
„Gesang der Kojoten“ handelt von Conor Lyons und seiner Familie. Conor besucht seinen alten Vater in Irland, nachdem er um die halbe Welt gereist ist, um seine eigenen Wurzeln zu ergründen. Dabei steht die schwierige Beziehung zwischen Vater und Sohn, erkennbar bei der Bewältigung der kleinen Dinge des Alltags, im Fokus.
In die laufende Erzählung sind Retrospektiven eingewoben. Diese handeln von den Eltern, als sie noch jünger waren. Die Übergänge zwischen gegenwärtiger Erzählung und Retrospektive erfolgen jeweils abrupt innerhalb der Kapitel. Conor ist ein Suchender, der sein eigenes Leben besser verstehen möchte.
McCanns Geschichten wirken gleichzeitig unsentimental und bewegend. Er versteht es, eine eindringliche Atmosphäre aufzubauen. Statt kitschiger Liebesgeschichten beschreibt er raue Wirklichkeiten. Auf seine Bücher muss man sich einlassen, in seine Geschichten eintauchen.
Mit diesem sprachgewaltigen Erstlingswerk wurde der irische Autor Colum McCann Mitte der 1990er Jahre bekannt. Wer ihn durch Bücher wie „Der Himmel unter der Stadt“, „Die große Welt“ oder „Zoli“ schätzen gelernt hat, wird auch an diesem Buch Gefallen finden. Wer den Autor nicht kennt, sollte meines Erachtens anhand von „Der Himmel unter der Stadt“ für sich entscheiden, ob der Autor infrage kommt.
[1] Zitat aus „Grashalme“ von Walt Whitman