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Geschichte meiner Seele
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Dieses einzigartige Dokument, Heinrich von Kleists fragmentarische Autobiografie "Geschichte meiner Seele", das bislang als verschollen oder als von Kleist vernichtet galt, wurde dem Herausgeber erst vor wenigen Monaten von privater Hand zugespielt. Es zeigt, dass Kleist noch weitaus länger als bislang gedacht sein autobiografisches Projekt verfolgte, nämlich bis in seine zweite Dresdner Zeit (1808). Dieser Text wirft ein neues Licht auf Kleists geistige und persönliche Entwicklung. Ein Licht auch auf die Art, wie er die Besetzung Preußens durch Napoleon wahr nahm, seine Zeit in Königsberg,…mehr

Produktbeschreibung
Dieses einzigartige Dokument, Heinrich von Kleists fragmentarische Autobiografie "Geschichte meiner Seele", das bislang als verschollen oder als von Kleist vernichtet galt, wurde dem Herausgeber erst vor wenigen Monaten von privater Hand zugespielt. Es zeigt, dass Kleist noch weitaus länger als bislang gedacht sein autobiografisches Projekt verfolgte, nämlich bis in seine zweite Dresdner Zeit (1808). Dieser Text wirft ein neues Licht auf Kleists geistige und persönliche Entwicklung. Ein Licht auch auf die Art, wie er die Besetzung Preußens durch Napoleon wahr nahm, seine Zeit in Königsberg, seine Gefangennahme in Berlin im Januar 1807 und seine Neuorientierung in Dresden im Kreis der Familie Christian Gottfried Körners. Überdies gewähren Kleists autobiografische Aufzeichnungen Einblicke in seinen Schaffensprozeß, die bislang nicht vermutete biografische Bezüge in einigen seiner zwischen 1805 und 1808 geschaffenen Dichtungen erkennen lassen. Hier erzählt Kleist sein Leben in schonungsloser Offenheit, stilistisch brillant, aber auch experimentierfreudig, immer aber der Wahrheit gegenüber sich selbst verpflichtet. Die hier erstmals vorgelegte "Geschichte meiner Seele" dürfte unser Kleist-Bild in vielerlei Hinsicht ergänzen und stellenweise erheblich revidieren.
Autorenporträt
Heinrich von Kleist, dessen Werk bereits auf die Moderne vorausweist, wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Die Beschäftigung mit Kants Philosophie löste 1801 eine Krise aus, die zur Infragestellung der Lebenspläne Kleists führte. Es folgten Reisen durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz. 1807 wurde Kleist von französischen Behörden unter Spionageverdacht verhaftet. 1809 publizierte er patriotische Lieder und Aufsätze gegen die französische Besatzung. Von 1810-11 war er Herausgeber der Berliner Abendblätter , zunehmende Schwierigkeiten mit der Zensur führten zu deren Verbot. Gemeinsam mit der krebskranken Henriette Vogel beging Kleist am 21. November 1811 am Ufer des Wannsees in Berlin Selbstmord. Von den Dichtern der Goethezeit ist Heinrich von Kleist einer der lebendigsten und zerrissensten. Sowohl sein Leben als auch sein Werk standen im Zeichen einer aus den Fugen geratenen Zeit, und die extremen Gefühlslagen und radikalen Zweifel, die sich in den Werken d

ieses zu Lebzeiten erfolglosen Dichters Bahn brachen, sind auch heute noch höchst aktuell.