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Ich bitte euch, diese Gesetze zu befolgen, auch wenn sie nicht f r euch gemacht worden sind, denn nur so besteht eine Chance, die rmeren Klassen zu kontrollieren und zu berwachen (Foucault, Die Wahrheit und die juristischen Formen). Mit diesen Worten des Bischofs von Llandaff aus dem Jahre 1804 untermauert Michel Foucault seine These zur Entstehung der Disziplinargesellschaft. Doch der Theorie fehlt es an rechtlicher Fundierung. Gleichwohl l sst sich die Beziehung zwischen Macht und Wissen als Meilenstein f r die Etablierung der Rechtsordnung belegen. Dass die rechtliche Ordnungsart nur durch…mehr

Produktbeschreibung
Ich bitte euch, diese Gesetze zu befolgen, auch wenn sie nicht f r euch gemacht worden sind, denn nur so besteht eine Chance, die rmeren Klassen zu kontrollieren und zu berwachen (Foucault, Die Wahrheit und die juristischen Formen). Mit diesen Worten des Bischofs von Llandaff aus dem Jahre 1804 untermauert Michel Foucault seine These zur Entstehung der Disziplinargesellschaft. Doch der Theorie fehlt es an rechtlicher Fundierung. Gleichwohl l sst sich die Beziehung zwischen Macht und Wissen als Meilenstein f r die Etablierung der Rechtsordnung belegen. Dass die rechtliche Ordnungsart nur durch dogmatische Konstruktionen gefestigt wurde, ist kein Geheimnis. Begriffe wie Rechtsgut und Rechtsstaat f hren uns zu historisch wichtigen Stationen rechtlicher Denkans tze und lassen eine Art Glauben an den Inhalt dogmatisch festgelegter Rechtsbegrifflichkeiten diagnostizieren, der den Dogmatismus als Bestandteil der rechtlichen Ordnungsart akzentuiert. Ob dieser Glaube manipulativ wirkenkann, h ngt allein vom einsetzenden Subjekt und der sozialen Realit t ab. So stellt sich die Frage, ob auch in Gesetzgebungsverfahren der Glaube an Normen mitgedacht wird: Ist er eine systemimmanente Komponente der rechtlichen Ordnungsart?