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Gewalt - Begr. v. Hans M. Enzensberger u. Karl M. Michel; Hrsg. v. Ina Hartwig, Ingrid Karsunke u. Tilman Spengler
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Anders als in vielen Krisengebieten der Welt, wo die Ausübung und Bekämpfung von Gewalt zum Alltag gehören, haben sich die Deutschen an ein verdächtig gewaltfreies Menschenbild gewöhnt. In Erzählungen, im Krimi und auf den Seiten Vermischtes delektiert man sich zwar gern an der Gewalt. Echte Gewalt aber löst eine mentale Schreckstarre aus. Auf der einen Seite erlebt private Gewalt, großteils als bloße Halluzination, eine obszöne und gefährliche Karriere, wie beim sexuellen Missbrauch der Fall. Auf der anderen Seite wird politische Gewalt heute als grundsätzlich verwerflich abgestempelt. Heraus…mehr

Produktbeschreibung
Anders als in vielen Krisengebieten der Welt, wo die Ausübung und Bekämpfung von Gewalt zum Alltag gehören, haben sich die Deutschen an ein verdächtig gewaltfreies Menschenbild gewöhnt. In Erzählungen, im Krimi und auf den Seiten Vermischtes delektiert man sich zwar gern an der Gewalt. Echte Gewalt aber löst eine mentale Schreckstarre aus. Auf der einen Seite erlebt private Gewalt, großteils als bloße Halluzination, eine obszöne und gefährliche Karriere, wie beim sexuellen Missbrauch der Fall. Auf der anderen Seite wird politische Gewalt heute als grundsätzlich verwerflich abgestempelt. Heraus kommt dabei keine gewaltfreie Menschheit, sondern der Verlust des Unterscheidungsvermögens. Rechnen wir besser mit der Gewalt.
Autorenporträt
Hans Magnus Enzensberger, geboren 1929 in Kaufbeuren, lebt in München. 1963 erhielt Hans Magnus Enzensberger den Georg-Büchner-Preis, im Jahr 2015 wurde ihm der Frank-Schirrmacher-Preis verliehen.