24,00 €
inkl. MwSt.
Versandkostenfrei*
Erscheint vorauss. Februar 2026
Melden Sie sich für den Produktalarm an, um über die Verfügbarkeit des Produkts informiert zu werden.

oder sofort lesen als eBook
payback
0 °P sammeln
  • Broschiertes Buch

Deutschland in den Nachkriegsjahren: Ein "entnazifiziertes" Volk mühte sich, das zu vergessen, was es verschwieg: seine Bereitschaft zur Teilnahme an einem System der Barbarei. Im kollektiven Verdrängen und Vergessen verlor sich der Schrecken und die Einzigartigkeit, den der Zivilisationsbruch des Holocaust und die Vernichtungskriege bedeuteten. Der nationalsozialistische Wahn wurde zur austauschbaren Metapher des Bösen, persönliche Schuld wurde relativiert. So verschwanden all die Gleichgültigen, Mitmacher und Helfer aus dem geschichtlichen Blickfeld - und damit auch aus der Mit-Haftung und…mehr

Produktbeschreibung
Deutschland in den Nachkriegsjahren: Ein "entnazifiziertes" Volk mühte sich, das zu vergessen, was es verschwieg: seine Bereitschaft zur Teilnahme an einem System der Barbarei. Im kollektiven Verdrängen und Vergessen verlor sich der Schrecken und die Einzigartigkeit, den der Zivilisationsbruch des Holocaust und die Vernichtungskriege bedeuteten. Der nationalsozialistische Wahn wurde zur austauschbaren Metapher des Bösen, persönliche Schuld wurde relativiert. So verschwanden all die Gleichgültigen, Mitmacher und Helfer aus dem geschichtlichen Blickfeld - und damit auch aus der Mit-Haftung und Mit-Verantwortung an einem verbrecherischen Herrschaftssystem. Ein Volk auf der Flucht vor seiner eigenen Vergangenheit. Helmut Ortners Essays und Reportagen sind ein Plädoyer gegen jede Verharmlosung und Relativierung der NS-Vergangenheit. Es geht um die Gegenwart der Vergangenheit - denn die nationalsozialistische Vergangenheit verjährt nicht. Denn es gibt eine Verpflichtung: die des Erinnerns. In einer Zeit, in der rechte Populisten und die AfD die Erinnerungskultur beenden möchten, wendet sich Helmut Ortner gegen eine Entsorgung der NS-Zeit. Es geht um die Gegenwart der Vergangenheit, denn die nationalsozialistische Vergangenheit verjährt nicht. 
Autorenporträt
HELMUT ORTNER, Jahrgang 1950, hat bislang mehr als dreißig Bücher veröffentlicht. Bekannt wurde er mit »Der einsame Attentäter - Georg Elser, der Mann der Hitler töten wollte« und »Der Hinrichter - Roland Freisler, Mörder im Dienste Hitlers«. Zuletzt veröffentlichte er »Der Zorn - Eine Hommage« (2013), »Politik ohne Gott - Wie viel Religion verträgt die Demokratie« (2014), sowie »Fremde Feinde - Sacco & Vanzetti, Ein Justizmord« (2015). Seine Bücher sind in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt.