Hannelore Kohls Leben war geprägt von einer Kindheit im Krieg, von der Flucht in den Westen, der entbehrungsreichen Nachkriegszeit und dem zu frühen Tod des geliebten Vaters. 1960 heiratete sie Helmut Kohl, der später einer der bedeutendsten Politiker der Nachkriegszeit wurde. 41 Jahre war sie mit ihm verheiratet. Ein friedliches Leben war ihr trotz aller äußeren Erfolge nicht vergönnt: Die politische Polarisierung, der Terrorismus und die erbarmungslose Neugier der Medien trafen die Familie Kohl in besonderem Maß. So war Hannelore Kohls Leben immer auch ein Leben im Ausnahmezustand, an dessen Ende die unheilbare Krankheit stand, die sie die letzte Kraft kostete und ihr die Hoffnung nahm.
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Die Frau im Schatten
Eine deutsche Kanzlergattin wählt den Freitod - ein gefundenes Fressen für die Yellow Press. Dass die Hinterbliebenen dem aus dem Weg gehen wollen, ist mehr als verständlich. So haben sich die Autorin Kujancinski und der Kohl-Sohn Peter zusammengetan, um ein Buch zu verfassen, dass die Familie vor dem Ärgsten bewahren und die Neugier der Menschen befriedigen soll.
Es geht um den Kanzler
Im Mittelpunkt des Buches steht die These, dass Hannelore Kohl letztendlich auch an den Anschuldigungen gegen Ex-Kanzler Helmut Kohl im Zusammenhang mit der Spendenaffäre um Elf Aquitaine zerbrochen sei. Und so kommt, was kommen muss: Nicht um das Leben von Frau Hannelore scheint es zu gehen, sondern um das ihres Mannes. Bis zu ihrem tragischen Ende war sie die Frau hinter Helmut. Mit den Jahren brachte man sie immer weniger mit dem CDU-Politiker in Verbindung, nahm sie allenfalls als karitativ engagierte Frau wahr. Nur wenige wussten von ihrem schweren Leiden, das sie in die Dunkelheit trieb.
Bild ohne Kratzer
So erfährt man am Ende noch mehr über den Ex-Kanzler als über die tragische Geschichte seiner Frau. Ein bitteres Fazit muss man sicherlich aus der Lektüre ziehen: Wie wenig wissen wir von den Menschen, mit denen wir am engsten zusammen leben! Oder: Wie wenig wir doch am liebsten wissen wollen! Alternativ zu diesem Band, der sich bemüht, Hannelore Kohl in ein mitunter verklärtes Licht zu rücken, ist das Buch Hannelore Kohl.Zwei Leben von Patricia Clough. Einfühlsam und ohne Restriktionen bringt sie auch Kontroverses ans Licht, das sich nicht einfach in das offizielle Bild fügt.
(Mathias Voigt)
Die Frau im Schatten
Eine deutsche Kanzlergattin wählt den Freitod - ein gefundenes Fressen für die Yellow Press. Dass die Hinterbliebenen dem aus dem Weg gehen wollen, ist mehr als verständlich. So haben sich die Autorin Kujancinski und der Kohl-Sohn Peter zusammengetan, um ein Buch zu verfassen, dass die Familie vor dem Ärgsten bewahren und die Neugier der Menschen befriedigen soll.
Es geht um den Kanzler
Im Mittelpunkt des Buches steht die These, dass Hannelore Kohl letztendlich auch an den Anschuldigungen gegen Ex-Kanzler Helmut Kohl im Zusammenhang mit der Spendenaffäre um Elf Aquitaine zerbrochen sei. Und so kommt, was kommen muss: Nicht um das Leben von Frau Hannelore scheint es zu gehen, sondern um das ihres Mannes. Bis zu ihrem tragischen Ende war sie die Frau hinter Helmut. Mit den Jahren brachte man sie immer weniger mit dem CDU-Politiker in Verbindung, nahm sie allenfalls als karitativ engagierte Frau wahr. Nur wenige wussten von ihrem schweren Leiden, das sie in die Dunkelheit trieb.
Bild ohne Kratzer
So erfährt man am Ende noch mehr über den Ex-Kanzler als über die tragische Geschichte seiner Frau. Ein bitteres Fazit muss man sicherlich aus der Lektüre ziehen: Wie wenig wissen wir von den Menschen, mit denen wir am engsten zusammen leben! Oder: Wie wenig wir doch am liebsten wissen wollen! Alternativ zu diesem Band, der sich bemüht, Hannelore Kohl in ein mitunter verklärtes Licht zu rücken, ist das Buch Hannelore Kohl.Zwei Leben von Patricia Clough. Einfühlsam und ohne Restriktionen bringt sie auch Kontroverses ans Licht, das sich nicht einfach in das offizielle Bild fügt.
(Mathias Voigt)
