David Hauser, Geschäftsführer der Firma AIRDROP, findet sich plötzlich in einer wüstenähnlichen, kargen Gegend wieder. Wer will ihn loswerden?Geschäftsführer David Hauser erinnert sich nicht, wie er in die Box geraten ist. Was er weiß: Jemand will ihn loswerden. Seine Firma AIRDROP stellt sogenannte Rückführungsboxen her, in denen Asylbewerber, deren Aufenthaltsgenehmigung abgelehnt worden ist, mittels eigens hierfür entwickelter Flugzeuge in ihre Herkunftsregionen zurückbefördert werden.Kurz vor dem Abwurf kommt Hauser zu Bewusstsein und findet sich wenig später in einer kargen, wüstenähnlichen und doch bergigen Landschaft wieder, in fremder Kleidung und mit gefälschten Papieren. Wo ist er? Syrien? Afghanistan? Wie konnte er, ohne es bemerkt zu haben, in die Box gesteckt worden sein? Er weiß ja, dass nicht alle hinter seinen Unternehmungen stehen - ganz vorn dabei sein sich linken Idealen verschriebener Vater -, aber wer würde so weit gehen, ihn auf diese Weise auslöschen zu wollen?Schnell wird Hauser bewusst: Der in seiner Box mitgeführte Proviant wird nicht lange vorhalten. Doch bevor er Hitze und Hunger zum Trotz einen Überlebensplan schmieden kann, wird er angegriffen und überwältigt...Ein spannungsgeladener, politischer und sprachmächtiger Roman voller meisterhafter Monologe - und unterhaltsamer Dialoge.
Perlentaucher-Notiz zur Dlf-Rezension
Steffen Menschings neuer Roman ist auf den ersten Blick das Gegenteil von seinem vorhergehenden Roman, stellt Rezensent Oliver Pfohlmann fest. Während sein 800 Seiten langer Wälzer "Schermanns Augen" in der Vergangenheit spiele und eine Vielzahl von Schicksalen behandle, biete sein neuer, kurzer Roman ein Einzelschicksal in der Zukunft: Es geht um einen skrupellosen Unternehmer mit der gewinnbringenden Geschäftsidee, abgeschobene Geflüchtete betäubt in einer fallschirmversehenen Aluminiumkapsel aus einem Flugzeug über ihrem Heimatland abzuwerfen - bis er plötzlich selbst zum Opfer seiner Methode wird. Was der Roman mit seinem Vorgänger jedoch gemeinsam habe, und das ist für Pfohlmann auch das Spannende am Roman, ist die Konfrontation mit Extremsituationen: Wie der Protagonist auf sich allein gestellt durch die karge Landschaft irrt, dabei an die Grenzen seines kapitalistischen Weltbildes gerät und sich in seinen Reflexionen fortwährend "selbst entlarvt", findet der Kritiker lesenswert genug, um über den eher "holprigen" Plot hinwegzusehen.
© Perlentaucher Medien GmbH
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»Ein sprachgewandter, erzählerisch enorm starker Roman« (Theresa Hübner, WDR 5 Scala, 27.07.2022) »Hochaktuell und hochpolitisch« (Romy Gehrke, MDR Thüringen Journal, 27.07.2022) »Steffen Menschings neuer Roman ist ein Pageturner.« (Martin Thomas Pesl, Buchkultur Bücherbrief, 12.07.2022) »ein schwungvoller 'Pageturner' mit erstaunlichen Wendungen, changierend zwischen Kammerspiel, Parabel und am Ende sogar Tragödie.« (Gregor Keuschnig, Glanz&Elend, 27.07.2022) »spannend« (Hörzu, 05.08.2022) »Steffen Mensching (...) führt mit dem neuen Buch mit nur zwei Figuren zum moralischen Dilemma des Westens« (Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 13./.14.8.2022) »Das Spannende an Hausers Ausflug ist, wie es uns manch eine Wahrheit über Gegenwart und mögliche bis wahrscheinliche Zukunft offenbart, vor der viele von uns (...) gerne die Augen verschließen.« (Hans Siglbauer, the little queer review, 20.08.2022) »ein politischer Roman, der tiefgründig und doch unterhaltsam von unserer Migrationsgesellschaft erzählt« (Markus Steinmayr, der Freitag, 25.08.2022) »Hauser sind wir alle.« (Markus Steinmayr, der Freitag, 25.08.2022) »lesenswert« (Oliver Pfohlmann, Deutschlandfunk Büchermarkt, 02.09.2022) »eine sarkastische Parodie (...) auf die deutsche Asylpolitik« (Stephanie von Oppen, Deutschlandfunk Kultur, 02.09.2022) »ein zeitkritischer Abenteuerroman« (Sven Crefeld, Kreuzer, 29.09.2022) »Man kann dieses Buch (...) nicht mehr aus der Hand legen. (...) 'Hausers Ausflug' ist ein schwungvoller 'Pageturner' mit erstaunlichen Wendungen, changierend zwischen Kammerspiel, Parabel und (...) Tragödie.« (Gregor Keuschnig, Glanz & Elend, 27.07.2022) »Die Grundidee dieses Romans könnte nicht aktueller sein« (Achim Engelberg, Blätter für deutsche und internationale Politik, 10/2022) »atmosphärisch dicht (...) eine perfekte Mischung aus Abenteuer und gesellschaftlicher Bestandsaufnahme, aus Kritik an den zweifelhaften Lösungen aktueller Asylpolitik und der Versuch, über kulturelle Barrieren hinwegzugehen.« (Bern Noack, Bayerischer Rundfunk, 08.01.2023) »Mensching erzählt packend (...), pflanzt der Leserschaft einige Fragezeichen ins brütende Hirn und schafft im weiteren Verlauf auch noch Raum für Überraschendes. (...) ein bereicherndes Leseerlebnis« (Torben Rosenbohm, Nordwest-Zeitung, 10.01.2023) »Steffen Menschnings Roman bleibt spannend bis zum Schluss« (Olaf Cless, fiftyfifty, Januar 2023) »eine sehr interessante Mischung aus aus politischer Dystopie und Abenteuerroman« (Stefan Härtel, Lesart 1/2023) »extrem spannender Politik-Roman« (Wolfgang Russold, Aufbruch 2/2023)







