Im rauen Herzen der Maremma liegt ein alter, in Felsen gehauener Ort, Le Case genannt. Es ist ein aussterbendes Dorf, ein Provinznest, in dem sich die Bewohner in einem Fluss öder Tage dahinschleppen - bis ihre Gemeinschaft durch die Ankunft von Samuele Radi aufgerüttelt wird, der in Le Case geboren und aufgewachsen ist, aber den Absprung geschafft hat. Seine Rückkehr haucht alten Geheimnissen und Animositäten neues Leben ein Samueles heimliche Liebesbeziehung zu Eleanora, die neu im Dorf ist, macht die Sache auch nicht einfacher.
Mit seiner literarischen, schwarzhumorigen und vielperspektivischen Erzählweise schafft Sacha Naspini einen kraftvollen Roman, der mit den Genres spielt und Noir, Psychothriller und Liebesgeschichte mischt. Seine raffinierte Struktur und die unvergesslichen Charaktere machen den Roman zu einem psychologischen Meisterwerk und einer scharfsinnigen Analyse der menschlichen Abgründe.
Mit seiner literarischen, schwarzhumorigen und vielperspektivischen Erzählweise schafft Sacha Naspini einen kraftvollen Roman, der mit den Genres spielt und Noir, Psychothriller und Liebesgeschichte mischt. Seine raffinierte Struktur und die unvergesslichen Charaktere machen den Roman zu einem psychologischen Meisterwerk und einer scharfsinnigen Analyse der menschlichen Abgründe.
»Eine bitterböse, hochkomische und raffiniert konstruierte Geschichte über die Enge der italienischen Provinz (...) Sacha Naspinis Roman sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.« Christine Gorny, Radio Bremen 2, 10.08.2024 Bremen Zwei 20240810
Mit "Hinter verschlossenen Türen" hat Sasha Naspini ein wenig vorteilhaftes Portrait seines Heimatdorfs in der italienischen Region Maremma geschaffen, findet Rezensentin Christiane Pöhlmann. Aus dreiundzwanzig unterschiedlichen Perspektiven, die laut der Rezensentin allerdings kaum aufeinander bezogen werden, wird vom Leben in diesem Dorf erzählt - vom körperlichen Verfall der alten Menschen, von Gewalt in einem ungewöhnlichen Mikrokosmos. Als der im Klappentext als "Unmensch" benannte Samuele in das Dorf zurückkehrt, ändert sich laut Pöhlmann wenig; allenfalls werde durch die gesteigerte Unzuverlässigkeit der Erzählstimme die Wahrhaftigkeit der Geschichte infrage gestellt. Auch von der durch Mirjam Bitter und Henrieke Markert besorgten Übersetzung aus dem Italienischen ist Pöhlmann nicht ganz überzeugt. Der Roman kommt also in ihrer Rezension nur stellenweise besser davon als das Dorf Le Case in Naspinis Text.
© Perlentaucher Medien GmbH
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