Nachdem mich „The Museum of Ordinary People“ begeistert hat, war ich gespannt auf diesen Roman. Es geht um die Lokaljournalistin Lila, die den Auftrag bekommt, einen mysteriösen Bewohner der Hope Street zu porträtieren – mysteriös deshalb, weil Connor der einzige Bewohner ist, der trotz eines großen
Bauvorhabens partout in seiner Wohnung bleiben will, um auf die Rückkehr seiner verschwundenen…mehrNachdem mich „The Museum of Ordinary People“ begeistert hat, war ich gespannt auf diesen Roman. Es geht um die Lokaljournalistin Lila, die den Auftrag bekommt, einen mysteriösen Bewohner der Hope Street zu porträtieren – mysteriös deshalb, weil Connor der einzige Bewohner ist, der trotz eines großen Bauvorhabens partout in seiner Wohnung bleiben will, um auf die Rückkehr seiner verschwundenen Mutter zu warten. Dass er autistische Züge hat, macht die Sache nicht einfacher.
Jeder einzelne Handlungsstrang in diesem vielschichtigen Roman hat mich in den Bann gezogen. Ich war gespannt, welche Karriereentscheidungen die aufstrebende Journalistin trifft und ob ihre Fernbeziehung eine Chance hat, ob Connor aus seiner Wohnung vertrieben wird, aber vor allem wollte ich wissen, was aus seiner Mutter geworden ist und ob sie jemals wieder auftaucht.
Ich konnte mich gut in Lilas Dilemma hineinversetzen, die einerseits mit allen Mitteln Connor helfen will, andererseits von Zweifeln geplagt ist, ob sie sich zu sehr in das Leben eines anderen eingemischt und falsche Hoffnungen geweckt hat. Connors feste Überzeugung, dass seine Mutter zurückkehren wird, mag einem weltfremd und naiv vorkommen, aber ist es nicht genau das, was wir im Leben brauchen: ein unerschütterlicher Glaube, der uns in schwierigen Zeiten Halt gibt und uns Charakterstärke verleiht? Die emotional packende Geschichte zeigt zudem, wie wichtig Solidarität ist, und hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht.