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Dieser Sammelband wirft einen frischen Blick auf die Themen Geschlechter, Sexualitäten und Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, insbesondere aus sozial-, geschlechter- und körpergeschichtlicher Perspektive. Die einzelnen Beiträge zeigen, dass in der Antike und im Neuen Testament andere Konzepte von Geschlecht, Körper und Fortpflanzung galten als heute: Eine Ehe war hierarchisch und, was die sexuelle Exklusivität betrifft, asymmetrisch konzipiert. Die heute als christliches Ideal geltende Vater-Mutter-Kind-Familie gab es so nicht, Sklaverei hingegen wurde als…mehr

Produktbeschreibung
Dieser Sammelband wirft einen frischen Blick auf die Themen Geschlechter, Sexualitäten und Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, insbesondere aus sozial-, geschlechter- und körpergeschichtlicher Perspektive. Die einzelnen Beiträge zeigen, dass in der Antike und im Neuen Testament andere Konzepte von Geschlecht, Körper und Fortpflanzung galten als heute: Eine Ehe war hierarchisch und, was die sexuelle Exklusivität betrifft, asymmetrisch konzipiert. Die heute als christliches Ideal geltende Vater-Mutter-Kind-Familie gab es so nicht, Sklaverei hingegen wurde als selbstverständlich praktiziert. Daher muss in Bezug auf die Menschen in den ersten christlichen Gemeinden immer intersektional bedacht werden, was die Aussagen für versklavte Personen einerseits, für ihre "Herr_innen" andererseits bedeuteten.
Die Beiträge zeigen aber auch, dass Geschlechter, Sexualitäten und Beziehungsformen in der Antike vielfältig verstanden und gelebt wurden und Normen und Ideale in den ersten christlichen Gemeinden umstritten waren.
Die Einsicht in die Andersheit der Welt der neutestamentlichen Texte gemahnt, nicht unvermittelt christliche Ideale aus ihnen für heute abzuleiten. Gleichzeitig öffnen die Wahrnehmung der Vielfalt des Lebens in der Antike und der Gegenwart und der Abstand zwischen diesen Zeiten und Welten einen Diskurshorizont. Dies berücksichtigend lädt der Band dazu ein, im Spiegel der Texte auch die heutigen gesellschaftlich-kulturellen Gegebenheiten und ihre subtileren, aber gleichwohl wirksamen Machtverhältnisse zu reflektieren.
Autorenporträt
Tanja Forderer (Herausgegeben von) Born 1987; studied Protestant Theology in Tübingen, Hamburg, and Berlin; 2014-17 research assistant at the Department of Protestant Theology at the University of Hamburg; 2015-20 doctoral fellow in the Humanities Doctoral Program at the University of Hamburg; 2020 doctorate; since 2020 research associate at the Department of New Testament, Faculty of Protestant Theology, Eberhard Karls University of Tübingen. Christine Gerber (Herausgegeben von) Born 1963; studied Protestant Theology; 1996 doctorate at Ludwig Maximilian University of Munich; 2005 habilitation at Humboldt University of Berlin; 2007-20 Professor of New Testament at the Faculty of Protestant Theology, University of Hamburg; Professor of New Testament at the Humboldt-Universität Berlin. Ursula Ulrike Kaiser (Herausgegeben von) Born 1971; studied Protestant Theology and Modern German Literature in Berlin and Bern; 2005 PhD; 2016 Habilitation; 2016-18 Assistant Professor at the Institute of Protestant Theology, University of Duisburg-Essen; since 2019 Professor of Biblical Theology and its Didactics at the Institute of Protestant Theology and Religious Education, TU Braunschweig. Silke Petersen (Herausgegeben von) Born 1965; 1998 doctorate; postdoctoral fellowship at the University of Würzburg in the Research Training Group on "Perception of Gender Difference in Religious Symbol Systems"; 2005 habilitation; adjunct professor of New Testament at the University of Hamburg.