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»Ich hieß Salmon, wie das englische Wort für Lachs; Vorname Susie. Ich war vierzehn, als ich am 6. Dezember 1973 ermordet wurde.« Susie Salmon führt das ganz normale Leben eines Teenagers in einer merikanischen Kleinstadt - bis zu jenem Tag im Dezember, als sie allein durch ein Maisfeld nach Hause geht. Denn dort lauert ihr ein Nachbar auf, ein Mann, der sie vergewaltigen, töten und ihre Leiche verschwinden lassen wird. Aber Susies Existenz ist damit nicht ausgelöscht. Von »ihrem Himmel« aus verfolgt sie das Leben auf der Erde, beobachtet sie, wie ihre Geschwister, Eltern und Freunde mühevoll…mehr

Produktbeschreibung
»Ich hieß Salmon, wie das englische Wort für Lachs; Vorname Susie. Ich war vierzehn, als ich am 6. Dezember 1973 ermordet wurde.«
Susie Salmon führt das ganz normale Leben eines Teenagers in einer merikanischen Kleinstadt - bis zu jenem Tag im Dezember, als sie allein durch ein Maisfeld nach Hause geht. Denn dort lauert ihr ein Nachbar auf, ein Mann, der sie vergewaltigen, töten und ihre Leiche verschwinden lassen wird. Aber Susies Existenz ist damit nicht ausgelöscht.
Von »ihrem Himmel« aus verfolgt sie das Leben auf der Erde, beobachtet sie, wie ihre Geschwister, Eltern und Freunde mühevoll nach Wegen suchen, um den Verlust zu verarbeiten. Bis die Wunden vernarbt sind, neues Leben entstanden, und die fragile Balance menschlicher Existenz wiederhergestellt ist. Und auch Susie ihren Seelenfrieden gefunden hat und die Welt hinter sich lassen kann...
Autorenporträt
Alice Sebold hat an der Syracuse University studiert, in Manhattan und Kalifornien gelebt und für die New York Times sowie die Chicago Tribune geschrieben. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Glen David Gold, in Kalifornien.
Rezensionen
Ein außergewöhnliches Leseerlebnis
In meinem Himmel ist erst das zweite Buch von Alice Sebold, aber sie hat damit etwas geschafft, wovon andere Autoren ein Leben lang nur träumen können: Der Roman stand über Wochen auf Platz 1 sämtlicher amerikanischer Bestsellerlisten. Jetzt begeistert er auch international das Publikum und die Kritiker. Alice Sebold hat aus einem Allerweltsstoff ein außergewöhnliches Leseerlebnis komponiert. Susie Salmon, ein 14-jähriges Mädchen, wird von einem Nachbarn vergewaltigt und ermordet. Doch daraus entsteht weder ein Krimi noch ein Rührstück, denn das Geschehen spielt sich aus einem überraschenden Blickwinkel ab: Susie selbst schildert die Ereignisse.
Der Blick vom Himmel
Nach ihrem gewaltsamen Tod existiert Susie in ihrem ganz persönlichen Himmel weiter. Von hier aus verfolgt sie, was auf der Erde passiert. Während sie "ihren Himmel" nach den eigenen Wünschen immer wieder neu gestalten kann, hat sie auf die Lebenden und deren Welt aber keinen Einfluss. Sie kann nur beobachten, wie ihre Familie und ihre Freunde versuchen, mit dem Verlust fertig zu werden. Ihre Schwester Lindsay etwa, die sich mit einem Panzer gegen den Schmerz wappnet. Oder die Mutter, die Mann und Kinder verlässt, um dem Kummer zu entfliehen. Mühevoll tastet sich der Vater zurück zu einer Normalität, die für den kleinen Bruder Buckley keine ist.
Die Lebenden und die Toten
Susie begleitet aber auch immer wieder ihren Mörder, der zwar entlarvt, aber nie geschnappt wurde. Und sie träumt von Ray, dem Jungen, der sie zum ersten Mal geküsst hat. Mit den Jahren sieht sie ihre Freunde und Geschwister erwachsen werden, ist Zuschauerin bei allem, was sie selbst nie erleben durfte. Ganz langsam findet jeder zurück auf seinen Weg und in seine Zukunft. Je mehr die Lebenden es schaffen Susie loszulassen, desto leichter fällt es ihr, ihr Schicksal zu akzeptieren und ihren Frieden zu finden. Susies Geschichte hört sich tränenreich an, aber keine Angst. Alice Sebold gewährt dem Leser den Platz im Himmel, der eine verblüffende Distanz schafft. Ihr geschickter, unverkrampfter Plauderton und ein trockener Humor tun ein Übriges!
(Rosina Wälischmiller)
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

""Ist das nur Stuss - oder taugt es als Vorlage für einen Zombiefilm?" fragt Rezensent Claudius Seidl nach vollzogener Lektüre dieses Debütromans. Es geht, lesen wir, um die vierzehnjährige Susie, die vergewaltigt und ermordet wird und nun ihre Geschichte vom Himmel aus erzählt. Das erste Kapitel, in dem es um die Tat selbst geht, scheint beim Rezensenten noch einen gewissen Eindruck hinterlassen zu haben. Doch bald wird ihm die Sache zu bunt. Zu versessen findet er die Autorin auf Details: "ständig schneit es und es hört wieder auf; Wolken ballen sich, Regen kommt auf ... die Zimmer sind mit Gegenständen vollgestopft", und dennoch würden sich die Figuren des Buches der Vorstellung des Lesers entziehen. Die tote Susie, die vom Himmel aus zwanzig Jahre lang Eltern, Geschwister, Freund und auch ihren Mörder beobachtet und gelegentlich auch heimsucht ("huscht als kalter Hauch durchs Zimmer"), kann sich zum Leidwesen des Rezensenten auf nichts konzentrieren. Wann immer er es gern genauer wüsste, schweift sie ab, gibt sich die Autorin mit der blanken Oberfläche zufrieden.

© Perlentaucher Medien GmbH"