Zu Fuß, per Anhalter und mit dem Bus war Sylke Tempel unterwegs in Israel. Auf den Spuren des Exodus reist sie durch die Halbinsel Sinai. Sie besucht die Felsenfestung Massada und die «alte Dame» Jerusalem. Sie trifft Algenzüchter mitten in der Wüste, erkundet die sanfte Schönheit Galiläas, das Jesreel-Tal, in dem die ersten Siedlungen zionistischer Einwanderer entstanden, und taucht ein in die Metropole Tel Aviv. In Begleitung von Beduinen wandert sie durch die Berge, begegnet religiösen Fanatikern und Pionieren der ersten Stunde, eislaufenden Russen, israelischen Arabern oder äthiopischen Neuankömmlingen, spricht mit Überlebenden des Holocaust und Soldaten, die - kaum erwachsen -Terroranschläge verhindern sollen. Dabei hat sie ein Land kennengelernt, in dem die Spuren einer jahrtausendealten Geschichte allgegenwärtig sind und das sich doch stets neu erfindet, ein Land, in dem sich die Verheißung der Gründerväter, mit den arabischen Nachbarn friedlich zusammenzuleben, bis heute nicht erfüllt hat. Und so entsteht, wie nebenbei, eine Mentalitätsgeschichte, ja das historische Panorama einer Region, die die Kultur des Abendlandes und des Islam prägte wie keine andere.
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Angetan zeigt sich Rezensent Carsten Hueck von Sylke Tempels Buch über Israel. Wie er berichtet, hat die Autorin zehn Jahre als Nahostkorrespondentin in Israel gelebt, unternimmt in vorliegendem Buch aber gleichwohl den Versuch, Land und Leute noch einmal neu kennen zu lernen und nicht durch die Korrespondenten-Brille zu sehen. Das scheint ihr gut gelungen zu sein. Die zahlreichen erhellende Eindrücke, die Tempel niederschreibt, fügen sich in Huecks Augen zu einer "bunten Reportage". Besonders hebt er hervor, dass sich die Autorin nicht auf aktuelle Wahrnehmmungen beschränkt, sondern auch die jüdische Geschichte einbezieht. Zudem findet er in dem Buch immer wieder aufschlussreiche, mit subjektiven Eindrücken vernüpfte Exkurse zum biblischen Geschehen.
© Perlentaucher Medien GmbH
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