Tim Parks Bücher über Italien sind "so lebendig, so voll mit köstlichen Details, dass sie als würdiger Ersatz für das Wirkliche dienen können" (Los Angeles Times). In diesem äußerst unterhaltsamen Reisebericht zeichnet Tim Parks ein authentisches Portrait italienischer Lebensweise wie es sich auf Zugfahrten durch das Land erschließt.
Ob als Pendler in ratternden Regionalbahnen, beim Kampf mit tückischen Fahrkartenautomaten oder auf der Suche nach dem richtigen Gleis im majestätischen Hauptbahnhof Mailands, immer richtet sich sein literarischer Blick auf Details, auf Besonderheiten. In unvergesslichen Begegnungen mit pedantischen Schaffnern und kauzigen Mitreisenden, mit Priestern und Prostituierten, Schülern und Verliebten fängt Parks ein, was für das italienische Leben so charakteristisch ist: die Obsession für Geschwindigkeit und zugleich der Sinn für lebensfreundliche Entschleunigung; die großartigen Baudenkmäler und ihre fast schon gezielte Vernachlässigung; und die unsterbliche Begeisterung für ein gutes Argument und den perfekten Cappuccino.
"Italien in vollen Zügen" erzählt auch, wie die Eisenbahn dazu beigetragen hat, Italien als Staat zu konstituieren, und wie ihre Entwicklung das Bewusstsein Italiens von sich selbst reflektiert von Garibaldi zu Mussolini zu Berlusconi und darüber hinaus.
Ob als Pendler in ratternden Regionalbahnen, beim Kampf mit tückischen Fahrkartenautomaten oder auf der Suche nach dem richtigen Gleis im majestätischen Hauptbahnhof Mailands, immer richtet sich sein literarischer Blick auf Details, auf Besonderheiten. In unvergesslichen Begegnungen mit pedantischen Schaffnern und kauzigen Mitreisenden, mit Priestern und Prostituierten, Schülern und Verliebten fängt Parks ein, was für das italienische Leben so charakteristisch ist: die Obsession für Geschwindigkeit und zugleich der Sinn für lebensfreundliche Entschleunigung; die großartigen Baudenkmäler und ihre fast schon gezielte Vernachlässigung; und die unsterbliche Begeisterung für ein gutes Argument und den perfekten Cappuccino.
"Italien in vollen Zügen" erzählt auch, wie die Eisenbahn dazu beigetragen hat, Italien als Staat zu konstituieren, und wie ihre Entwicklung das Bewusstsein Italiens von sich selbst reflektiert von Garibaldi zu Mussolini zu Berlusconi und darüber hinaus.
Perlentaucher-Notiz zur WELT-Rezension
Dass Tim Parks in seinen Erkundungen Italiens auf der Schiene die italienischen Staatsbahnen mit der katholischen Kirche vergleicht, ist für Marc Reichwein eines der Schmankerl des Buches. Darauf muss man erst einmal kommen, denkt der Rezensent sich wohl. Parks fällt indes noch viel mehr ein auf seinen Bahnreisen kreuz und quer durch seine Wahlheimat. So lernt der Rezensent nicht nur einiges über Pünktlichkeit, Anschlussverständnis und sadistische Schaffner, sondern bekommt vom kundigen Autor auch gleich Landeskunde serviert. Wie hängen Mentalität und Infrastruktur zusammen, wie hat die Reichseinigung Italiens die Bedeutung der Bahn beeinflusst? Parks weiß es. Ein bisschen spleenig wird das Buch laut Reichwein, wenn der Autor sich etwa dem Lautsprecherdurchsagendada zuwendet. Aber auch das gefällt dem Rezensenten gut.
© Perlentaucher Medien GmbH
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