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Japanischer Garten - Engelmann, Harri
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Die Väter hatten ihre Söhne vor der Armee gewarnt, sie verwandele junge Männer in machtloses Federvieh. Glauben schenkten die jungen Heißsporne den Vätern jedoch nicht. Zu anziehend waren die metallenen Zeichen der Männlichkeit, von denen sie seit ihrer Kindheit träumten. Nun standen sie mit vor Schock gelähmten Muskeln und zitternden Händen in einer Linie auf dem Appellplatz und wurden mit bellenden Stimmen von ihren neuen Pflegeeltern begrüßt. Wie durch Berge von Watte hörten die Männer unter den Stahlhelmen ihre Worte. Während dieses ersten Appells wurde viel von Pflichterfüllung, Vaterland…mehr

Produktbeschreibung
Die Väter hatten ihre Söhne vor der Armee gewarnt, sie verwandele junge Männer in machtloses Federvieh. Glauben schenkten die jungen Heißsporne den Vätern jedoch nicht. Zu anziehend waren die metallenen Zeichen der Männlichkeit, von denen sie seit ihrer Kindheit träumten. Nun standen sie mit vor Schock gelähmten Muskeln und zitternden Händen in einer Linie auf dem Appellplatz und wurden mit bellenden Stimmen von ihren neuen Pflegeeltern begrüßt. Wie durch Berge von Watte hörten die Männer unter den Stahlhelmen ihre Worte. Während dieses ersten Appells wurde viel von Pflichterfüllung, Vaterland und Ehre gesprochen. Doch die Ohren der neuen Soldaten hörten nur eines: "Ihr werdet hier einzig und allein aus einem Grund durchgefüttert - damit ihr Eier legt." Harri Engelmann erzählt in zwölf Geschichten von dem unwirklichen Leben in der "Legebatterie". Er berichtet von Kampfhühnern, die in den Kochtopf kamen, von doofen Hähnen, die glaubten, sie wären allein richtig im Ko pf, von der Kaiserin unter dem Federvieh, der aufgrund ihrer Schläue als einzige die Flucht gelang, und letztlich vom Paradies aller Geflügelten - dem Japanischen Garten.