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DER ABSCHLUSS DER GROSSEN KAFKA-BIOGRAPHIE
»Das Beste, was in diesem Genre hervorgebracht werden kann. Selbst ein Roman.« Imre Kertész
Nach den fulminant gefeierten ersten zwei Bänden seiner Kafka-Biographie schließt Reiner Stach sein großes Werk mit Kafkas Kindheit und Jugend, Studium und ersten Berufsjahren ab. Die Entfaltung von Kafkas Sprachtalent, seine Bildungserlebnisse, die Reifung seiner Sexualität und nicht zuletzt die Auseinandersetzung mit neuen Technologien und Medien sind die entscheidenden Wegmarken. Reiner Stachs Kafka-Biographie genießt schon jetzt den Ruf eines…mehr

Produktbeschreibung
DER ABSCHLUSS DER GROSSEN KAFKA-BIOGRAPHIE

»Das Beste, was in diesem Genre hervorgebracht werden kann. Selbst ein Roman.« Imre Kertész

Nach den fulminant gefeierten ersten zwei Bänden seiner Kafka-Biographie schließt Reiner Stach sein großes Werk mit Kafkas Kindheit und Jugend, Studium und ersten Berufsjahren ab. Die Entfaltung von Kafkas Sprachtalent, seine Bildungserlebnisse, die Reifung seiner Sexualität und nicht zuletzt die Auseinandersetzung mit neuen Technologien und Medien sind die entscheidenden Wegmarken. Reiner Stachs Kafka-Biographie genießt schon jetzt den Ruf eines internationalen Standardwerks, das die Möglichkeiten der literarischen Biographie neu ausgelotet hat. Erneut bietet Reiner Stach ein erzählerisch dichtes und farbiges Panorama der Zeit und zugleich die einfühlsame Studie eines außergewöhnlichen Menschen.

Das Gesamtwerk:
Kafka. Die frühen Jahre (1883 - 1910)
Kafka. Die Jahre der Entscheidung (1910 - 1915)
Kafka. Die Jahre der Erkenntnis (1916 - 1924)
Autorenporträt
Reiner Stach, geboren 1951 in Rochlitz (Sachsen), arbeitete nach dem Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik und anschließender Promotion zunächst als Wissenschaftslektor und Herausgeber von Sachbüchern. 1987 erschien seine Monographie ¿Kafkas erotischer Mythos¿. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung ¿Kafkas Braut¿, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte. 2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für ¿Kafka: Die Jahre der Erkenntnis¿ mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet. Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis. Literaturpreise: 2003 Kulturförderpreis des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land 2008: Sonderpreis zum Heimito von Doderer-Literaturpreis 2016: Joseph-Breitbach-Preis
Rezensionen
Stachs Kafka-Biografie ist das Meisterwerk eines Berufenen, der ohne Eitelkeit in minutiösen Beobachtungen und in leichtem und schwingenden Ton erzählt. Manfred Schneider Neue Zürcher Zeitung 20141014
Das Urteil
Goethe, Thomas Mann, Kafka - einer dieser Namen fällt immer, wenn die bedeutendsten Autoren deutscher Sprache genannt werden. Weltweite Würdigung fand Franz Kafka allerdings erst Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Intensität seines Stils, der oft als bedrohend und unheimlich empfunden wird, führte zur Bildung des Wortes "kafkaesk". Der Schriftsteller verdiente seinen Lebensunterhalt als Versicherungsjurist in Prag. Mit seinen Werke wie Das Urteil, Die Verwandlung und Der Prozess schrieb er Literaturgeschichte.
Ein "Trümmerfeld"
Die Jahre von 1910 bis 1915 waren laut Reiner Stach die wichtigsten im Leben Kafkas, der 1924 mit 41 Jahren an Kehlkopftuberkulose starb. Stach legt ein klug geschriebenes, aufwendig und sorgfältig recherchiertes Buch über diese Zeit vor. Seine Bilanz überrascht: "Der Eindruck ist unabweislich, dass Kafka als Schriftsteller ein Trümmerfeld hinterlassen hat." Kafkas literarisches Erbe umfasst 40 vollendete Prosatexte, davon neun Erzählungen (u.a. In der Strafkolonie, Der Heizer, Erstes Leid), sowie etwa 3.400 Druckseiten Tagebuchaufzeichnungen und literarische Fragmente.
Seltenes Glück
Kafka stand praktisch immer unter großer Anspannung. Furcht vor dem Vater und dem ersten großen Krieg, Versagensangst beim Schreiben und in der Liebe, Alpträume und Panik wurden nur selten von hoffnungsvolleren Momenten abgelöst. Auch seine materielle Lage war selten gut. Erschütternd ist für den Biografen das Missverhältnis zwischen den lebenslangen, verzweifelten Anstrengungen, die Kafka auf Erfüllung in der Liebe verwandte, und dem "seltenen Glück, das niemals frei gegeben und niemals frei empfangen wurde". Was bleibt, ist das Werk. Und das ist, Fragment hin oder her, vielleicht das Eindringlichste, was die deutsche Literatur im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat.
(Roland Große Holtforth, literaturtest.de)
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Reiner Stachs Kafka-Biografie hat Rezensent Lothar Müller nicht hundertprozent überzeugt. Im Zentrum von Stachs Arbeit steht für Müller der "Fusions- und Umschlagpunkt" von Literatur und Leben bei Kafka. Wie er ausführt, sei nicht das historische Panorama Stachs Modell, sondern die Mikroskopie. Unter dem mikroskopischen Blick werden auch kleine Ereignisse groß - so verwundert es den Rezensenten nicht, dass das knapp 700 Seiten umfassende Buch nicht das gesamte Leben Kafkas unterbringt, sondern "nur" die fünf "Jahre der Entscheidungen", von 1910 bis 1915, die Zeit von Kafkas Durchbruch als Autor. Dass Stach nicht mit Geburt, Kindheit und Heranwachsen beginnt, ist nach Müller einerseits wohlbegründet, da der hierfür unverzichtbare Nachlass Max Brods noch nicht in angemessener Weise zur Verfügung steht. Andererseits entsteht so beim Rezensenten das "Gefühl des Fragmentarischen", denn: "Das mikroskopische Modell macht auch kleine Lücken groß." Dennoch habe Stach nach Jahren der Recherche auch Pfunde, mit denen er wuchern könne. Die Beziehung Kafkas zu Felice Bauer beispielsweise, die Stach detailliert und äußerst dicht beschreibe, findet Müller sehr erhellend. Gegen die herkömmlichen Deutungen, die in Kafka den Vampir sehen, der sich an Felice Bauer festsaugt, zeigt Stach für Müller, dass beide aneinander gescheitert sind. Generell problematisch findet Müller bei Stach allerdings, dass er die Form der Biografie nutze, "um Kafka in einen Romanhelden zu verwandeln." Stach träume davon, die Biografie zur Kunstform aufzuwerten. "Die Koketterie mit dem biografischen Roman", kritisiert Müller dieses Unterfangen, "wird ihn diesem Ziel nicht näher bringen."

© Perlentaucher Medien GmbH
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