Die Übereinstimmung ist auffällig: Zeitgleich mit der Modernisierung der Industriegesellschaften entstand am Ende des 19. Jahrhunderts das Medium Film. Die bewegten Bilder des Kinos entsprachen den Erfahrungen der Menschen in den rasch wachsenden Großstädten, bestärkten sie in dem neuen Zeitgefühl der Beschleunigung aller Lebensbereiche, allen voran der Verkehrs- und Kommunikationsmittel, aber auch der Arbeitsrhythmen. Kino war von Anfang an Lern- und Unterhaltungsmedium, Ausdruck wie Motor gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse. Das Buch folgt dieser Spur quer durch die Filmgeschichte. Die Ambivalenz radikaler kinemtographischer Modernisierungsprojekte der Avantgarde wird am Beispiel Ruttmanns und des italienischen Futurismus gezeigt. Ein zentrales Augenmerk gilt da sich die gesellschaftliche Funktion des Massenmediums erst durch die Zuschauer erfüllt Aspekten der Rezeption, etwa von NS-Propagandafilmen.
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