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Erscheint vorauss. 4. März 2026
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Ein ernstes Spiel, ein zweistimmiger Klagegesang, der Spuren der Vergangenheit nachspürt und auf stets überraschende Weise miteinander verknüpft.Ähnlich jenen Wüstenpflanzen, die so lange verdorrt am Boden liegen, bis sie darin schon fast verschwinden, die aber nach Jahren, wenn es endlich regnet, wieder aufleben können, warten Zeugnisse der Vergangenheit auf einen Blick, der sie zum Leben erweckt. In ihrem »Kleinen Tränenatlas« erfinden Muriel Pic und Anne Weber den alten Beruf der Klagefrauen neu, indem sie Gegenstände, Dokumente oder Erinnerungen literarisch fruchtbar machen. Sie verknüpfen…mehr

Produktbeschreibung
Ein ernstes Spiel, ein zweistimmiger Klagegesang, der Spuren der Vergangenheit nachspürt und auf stets überraschende Weise miteinander verknüpft.Ähnlich jenen Wüstenpflanzen, die so lange verdorrt am Boden liegen, bis sie darin schon fast verschwinden, die aber nach Jahren, wenn es endlich regnet, wieder aufleben können, warten Zeugnisse der Vergangenheit auf einen Blick, der sie zum Leben erweckt. In ihrem »Kleinen Tränenatlas« erfinden Muriel Pic und Anne Weber den alten Beruf der Klagefrauen neu, indem sie Gegenstände, Dokumente oder Erinnerungen literarisch fruchtbar machen. Sie verknüpfen Orte, überkommene Dokumente, Schicksale, die einander nie gekreuzt haben, und lassen so nach und nach eine imaginäre Kartografie entstehen.Die beiden Schriftstellerinnen haben aus ihrer Begegnung eine poetisch-dokumentarische Kunst gemacht, in der die Tragik der Geschichte unerwartet aus den Details der Welt hervorscheint. Das Ergebnis ist ein ungewöhnliches, erhellendes Buch, das neue Zusammenhänge und Konstellationen herstellt.
Autorenporträt
Muriel Pic, geb. 1974, ist Schriftstellerin, bildende Künstlerin und Literaturwissenschaftlerin. 2020 wurde ihr für das Buch 'Affranchissements' der Prix Wepler verliehen und sie war für den Prix Medicis nominiert; 2022 erhielt sie für ihren Gedichtband 'L`Argument du rêve' den Prix de poésie Pierrette-Micheloud. Ihre Monografie zum Werk von W. G. Sebald war wegweisend für die Rezeption des Schriftstellers in Frankreich und ihre neue Ausgabe des 'Herbier de prison' von Rosa Luxemburg wurde 2025 mit dem Preis Trophée Livre Hebdo ausgezeichnet. Auf Deutsch erschienen: 'Elegische Dokumente. Gedichte' (2018; übersetzt von Lukas Bärfuss) sowie mehrere Texte in Zeitschriften und Sammelbänden.