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Ein Wirbelwind aus satirischen Versen und scharfsinnigen Beobachtungen entfaltet sich in Johann Fischarts "Kleinere Dichtungen". In einer Zeit, in der die Renaissance Europa mit neuen Ideen und Herausforderungen konfrontiert, nutzt Fischart seine literarische Kunstfertigkeit, um die Gesellschaft seiner Epoche zu kommentieren und zu kritisieren. Die Werke, die in diesem Band versammelt sind, spiegeln die Spannungen und Umbrüche des 16. Jahrhunderts wider, einer Ära, die von religiösen Konflikten, politischen Umwälzungen und kulturellen Erneuerungen geprägt ist. Fischarts Dichtungen sind nicht…mehr

Produktbeschreibung
Ein Wirbelwind aus satirischen Versen und scharfsinnigen Beobachtungen entfaltet sich in Johann Fischarts "Kleinere Dichtungen". In einer Zeit, in der die Renaissance Europa mit neuen Ideen und Herausforderungen konfrontiert, nutzt Fischart seine literarische Kunstfertigkeit, um die Gesellschaft seiner Epoche zu kommentieren und zu kritisieren. Die Werke, die in diesem Band versammelt sind, spiegeln die Spannungen und Umbrüche des 16. Jahrhunderts wider, einer Ära, die von religiösen Konflikten, politischen Umwälzungen und kulturellen Erneuerungen geprägt ist. Fischarts Dichtungen sind nicht nur ein Spiegel seiner Zeit, sondern auch ein Fenster in die Gedankenwelt eines Mannes, der mit scharfem Verstand und spitzer Feder die Absurditäten und Widersprüche seiner Umgebung aufdeckt. Die Themen, die Fischart behandelt, reichen von der Kritik an der Kirche und der Obrigkeit bis hin zu den Schwächen und Torheiten des menschlichen Charakters. Mit einem unvergleichlichen Gespür für Sprache und Rhythmus schafft er es, seine Leser sowohl zu unterhalten als auch zum Nachdenken anzuregen. Seine satirischen Werke sind durchdrungen von einem tiefen Verständnis für die menschliche Natur und einer unerschütterlichen Neugier auf die Welt. Durch die Lektüre von "Kleinere Dichtungen" erhält der Leser nicht nur einen Einblick in die Gedankenwelt eines der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Renaissance, sondern auch eine Gelegenheit, die zeitlosen Themen von Macht, Glaube und Menschlichkeit aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Fischarts Werk lehrt uns, die Komplexität und die Widersprüche der menschlichen Existenz zu erkennen und zu schätzen.
Autorenporträt
Fischart besuchte die Lateinschule in Worms und studierte danach an der Universität Tübingen. Ab 1566 reiste er nach Flandern und Paris. Ab 1570 war er wieder in Straßburg, wo seine Werke überwiegend im Verlag seines Schwagers Bernhard Jobin erschienen. In Basel promovierte er 1574 zum Doktor der Rechte. 1581 bis 1583 war er Advokat beim Reichskammergericht in Speyer. 1583 wurde er Amtmann in Forbach. Fischart, der erst Lutheraner, dann Calvinist war, schrieb an gegen den Verfall der Sitten, das Papsttum und die Jesuiten.[2] Fast alle Werke Fischarts sind nach Vorlagen gearbeitet, wobei er sich häufig des Knittelverses[3] bediente. Meisterhaft ist seine Wortspielkunst, berühmt seine zahlreichen Worterfindungen (die scherzhafte Bezeichnung Gänsewein für Wasser ist erstmals in einem seiner Werke erwähnt). Viele seiner Werke gelten als Beispiele des Grobianismus. Sein bekanntestes Werk ist die Affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung (1575), eine freie und hinzudichtende Übersetzung von François Rabelais Werk Gargantua, das dem Begriff Geschichtsklitterung als Ursprung diente.