In den letzten zwei Jahrzehnten dominierten Korruption und Korruptionsbekämpfung die Debatte über die Reform des öffentlichen Sektors. Regierungen auf der ganzen Welt haben Gesetze erlassen, spezielle Anti-Korruptionsbehörden eingerichtet und die Gehälter für Beamte erhöht. Dennoch steigt die Korruption weiterhin unaufhaltsam an. Die Studie stellt zwei mögliche Denkrichtungen vor, die eine teilweise Erklärung für dieses Paradoxon bieten könnten. Erstens sind Reformen, die sich auf Regeln und Strafen konzentrieren (rechtlicher Ansatz), in einem Umfeld, in dem Korruption gesellschaftlich akzeptiert ist und in dem selbst diejenigen, die eigentlich für die Durchsetzung der Gesetze zuständig sind, den Test der Integrität nicht bestehen, mit hohen Kosten verbunden. Darüber hinaus sind strenge Kontrollen und Androhungen von Strafen nicht nur kostspielig, sondern schaden auch der Kreativität und Innovationskraft und fördern die Trägheit unter Beamten, die sich auf Kosten von Flexibilitätund Produktivität an Regeln und Verfahren klammern. Zweitens konzentrierten sich alternative Antikorruptionsbemühungen traditionell auf finanzielle Anreize, um korruptes Verhalten zu verhindern, und ignorierten dabei das Potenzial sozialer (nicht finanzieller) Anreize - nicht monetäre Belohnungen wie Integritätsauszeichnungen - und die öffentliche Anerkennung vorbildlicher Führungsqualitäten und Leistungen.
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