Pjotr Nesterenko ist mit dem Tod auf vertrautem Fuß. Als Direktor des Moskauer Krematoriums in der Stalin-Zeit hat er sie alle eingeäschert: die Abweichler, die angeblichen Spione und die einstigen Revolutionshelden, die den Säuberungen zum Opfer fallen. Er jedoch, davon ist er überzeugt, kann gar nicht sterben. So oft ist er dem Tod schon knapp entronnen. Bis der Tag seiner eigenen Verhaftung kommt. Wird er auch diesmal den Hals aus der Schlinge ziehen?
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Eine Gänsehaut hat Rezensent Hans von Trotha bekommen, als Sasha Filipenko ihn in das stalinistische Jahr 1941 führte. Die Besonderheit dieses Romans, der den Terror des NKWD Am Beispiel des Direktor des ersten Krematoriums der Sowjetunion beschreibt, ist das Stilmittel des Verhörs, schreibt von Trotha beeindruckt, der seine Rezension denn auch ausführlich mit Beispielen versieht. Filipenko beweist dabei seinen grünen Daumen für Dramaturgie und Rhythmus, versichert der Rezensent, der erklärend hinzufügt, dass Filipenko nicht nur als Drehbuchautor gearbeitet, sondern auch schon Witze für eine Satireshow geschrieben hat. Die Figur von Direktor Nesterenko gefällt von Trotha besonders: Der Erzähler sei ein "intelligent-ironischer Freigeist", mit dem Filipenko das Krematorium zu einer zentralen Metapher für die Grausamkeit des Stalinismus mache. Das Buch gibt den Opfern eine Stimme, lobt der Kritiker, und als kluger Gesellschaftsroman erzähle er nebenbei auch noch eine Liebesgeschichte.
© Perlentaucher Medien GmbH
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»Ein Roman, der virtuos mit Fakten und Fiktion spielt.« Peter Zander / Berliner Morgenpost Berliner Morgenpost







