Thielke ist hier ein wahrlich großer Wurf gelungen, den man gar nicht genug würdigen kann:
Die Geschehnisse im Sudan sind hochkomplex und nur aus ihrer Historie zu erschließen, sowie im Kontext der gesamten Region.
Thielke löst dies höchst kenntnisreich, einfühlsam und überaus gut lesbar. Als
jemand der die unheilvolle Situation im Sudan und in den umliegenden Ländern intensiv aus…mehrThielke ist hier ein wahrlich großer Wurf gelungen, den man gar nicht genug würdigen kann:
Die Geschehnisse im Sudan sind hochkomplex und nur aus ihrer Historie zu erschließen, sowie im Kontext der gesamten Region.
Thielke löst dies höchst kenntnisreich, einfühlsam und überaus gut lesbar. Als jemand der die unheilvolle Situation im Sudan und in den umliegenden Ländern intensiv aus langjähriger eigener Anschauung kennt, kann ich sagen, dass Thielke sicher das beste (zumindest das beste deutschsprachige) Buch zum Thema vorgelegt hat.
Thielkes Charakterisierungen der verschiedenen Akteure sind ausgezeichnet beobachtet und punktgenau. Brilliant (und leider absolut richtig) sind die - nicht immer sehr freundlichen - Beschreibungen Thielkes der verschiedenen vor Ort tätign "Gutmenschen", NGOs, UN Bürokraten und der sonstigen Kriegsgewinnler. Es ist "erfrischend" wie Thielke mit dem Vorurteil aufräumt, die "Rebellen" und "Befreiungsbewegungen" seien per Definition und immerfort die "good guys". Thielke benennt die Banditen, Mörder und Vergewaltiger - in welcher Uniform auch immer sie auftreten - klar und deutlich als das was sie sind, nämlich Banditen, Mörder und Vergewaltiger.
Ein Buch für das sich der Leser beim Autor nur Bedanken kann und dem man sehr viele Leser wünscht!! Gäbe es doch nur 10 Sterne zu vergeben!