Manchmal ist das Leben echt nervig, aber das ist es wert - Preston Norton über zwei ungleiche Freunde mit einer ungewöhnlichen Mission. Für Fans von John Green und David LevithanWie eine total bekloppte, aber irgendwie bedeutungsvolle Liste Cliff Hubbards Leben veränderte: Cliff - von allen nur "der Neandertaler" genannt - hasst niemanden mehr als den widerlich coolen Aaron. Entsprechend irritiert ist er, als ausgerechnet Aaron ihm von einer Nahtoderfahrung erzählt: Darin hat Gott ihm eine To-do-Liste aufgetragen, die dafür sorgen soll, die Schule zu einem besseren Ort zu machen. Und helfen soll er, der Neandertaler! Zu seiner eigenen Überraschung willigt Cliff ein. Die Aufgaben schweißen Aaron und ihn zusammen, und Cliff muss schließlich feststellen, dass die Liste weit mehr mit ihm zu tun hat, als er sich hätte träumen lassen. Ein Sprachfeuerwerk, so lustig und berührend, dass man es nicht mehr weglegen möchte.
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Die Probleme eines großen, dicken Jungen aus einer problematischen Familie im ländlichen Montana: Abgedroschen ist dieser Plot beim amerikanischen Autor Preston Norton nicht, findet Rezensentin Lena Bopp. Denn der Protagonist Cliff erzähle über sich selbst nicht als Opfer, sondern mit großer Selbstironie. Außerdem schreibe Norton präzise für die Generation der 14 bis 16-Jährigen und das in trendigen Clips, schreibt die beeindruckte Rezensentin, die dem ersten ins Deutsche übersetzten Roman von Norton auch deshalb bei uns viele Leser wünscht, weil er in Utah auf den Index gesetzt wurde: Denn sehr eindrücklich beschäftige sich die Geschichte mit Religion und Geschlechteridentität. Glücklicherweise, so Bopp, gibt es nur in den USA einen Giftschrank.
© Perlentaucher Medien GmbH
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"Es ist nicht leicht, ein Buch zu schreiben, das Jungs zwischen vierzehn und sechzehn Jahren gerne lesen. Aber wenn der zweite Satz, Regel Nummer eins: ,Es ist alles Bullshit' lautet, könnte es geklappt haben. ... Das ist rührend, ... oft ist es lustig, spannend und durchsetzt von immer wieder schlauen Gedanken zu vielen Dingen, die Heranwachsende beschäftigen." Lena Bopp, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2023 "Mit seinen zahllosen popkulturellen Anspielungen bietet der Roman reichlich Andockstellen für Nerds, dazu eine rasant- herzzerreißende Geschichte, einen zur Identifikation einladenden Anti-Helden, der einen rotzig-lakonischen Erzählstil pflegt, und in ein ebenso unterhaltsames wie problembeladenes, schulisches Biotop eingebettet ist. ... Dieses Personal der sozialen, politischen und Generationen-Spaltung lässt Preston Norton mit größter Selbstverständlichkeit aufeinander los. Inklusive einer schön beiläufigen Lovestory, die Cliff erlebt, als sein Selbst- und Welthassabklingt." Gunda Bartels, Der Tagesspiegel, 04.08.2022 "Mühelos schreibt Norton über Religion und Toleranz, thematisiert die zerstörerische Wirkung von Drogen und die Schere zwischen Arm und Reich. Er macht gesellschaftliche Probleme zu selbstverständlichen Komponenten seiner Erzählung. ... Norton schreibt so vulgär wie ein Pausenhof sein kann, von speckigen Wichsgriffeln und Wackelärschen, ohne dabei seine Moral preiszugeben." Leo Kilz, Süddeutsche Zeitung, 10.03.2022









