Noch einmal meldet sich Grete Weil - 91jährig - zu Wort: eine der wichtigsten literarischen Zeitzeuginnen im deutschsprachigen Raum.
Das Buch ist ein Rückblick auf ihr Leben, auf ihre Herkunft. Eine Geschichte, die zurückgreift bis ins letzte Jahrhundert, als ihren Vorfahren das Bürgerrecht verliehen wurde. Noch einmal entfaltet Grete Weil die Lebenswelt des jüdischen Großbürgertums, das Deutschland als Heimat empfand, schildert sie die Zeit von Verfolgung und Exil, die Ermordung ihres Mannes Edgar Weil im KZ Mauthausen, die illegale Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1947. Das Buch ergänzt, was die veröffentlichten Romane und Erzählungen ausgespart hatten. Es ist ein Werk, das bewegt und berührt. Es vermittelt, was auch das beste Geschichtswerk nicht darzustellen vermag: das persönliche Erleben, den Schmerz, die Auseinandersetzung mit Schuld, vor allem aber das nicht überlieferte Detail.
Das Buch ist ein Rückblick auf ihr Leben, auf ihre Herkunft. Eine Geschichte, die zurückgreift bis ins letzte Jahrhundert, als ihren Vorfahren das Bürgerrecht verliehen wurde. Noch einmal entfaltet Grete Weil die Lebenswelt des jüdischen Großbürgertums, das Deutschland als Heimat empfand, schildert sie die Zeit von Verfolgung und Exil, die Ermordung ihres Mannes Edgar Weil im KZ Mauthausen, die illegale Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1947. Das Buch ergänzt, was die veröffentlichten Romane und Erzählungen ausgespart hatten. Es ist ein Werk, das bewegt und berührt. Es vermittelt, was auch das beste Geschichtswerk nicht darzustellen vermag: das persönliche Erleben, den Schmerz, die Auseinandersetzung mit Schuld, vor allem aber das nicht überlieferte Detail.
"Aber erst die als eine Art Epilog verfaßte Autobiographie macht den Zusammenhang zwischen der erlebten Geschichte und ihrer Spiegelung in erzählten Geschichten in aller Schärfe sichtbar. Es geht darum, Rechenschaft abzulegen. Sie schließt die Absicht, Zeugnis zu geben, und das Verlangen nach Abrechnung ein, hebt aber beide Impulse zugleich auf, weil Rechenschaft auch vor der eigenen Verstrickung in das zum (stummen) Himmel schreiende Geschehen nicht haltmacht." Albert von Schirnding, Süddeutsche Zeitung, 11.04.1998





